Palmfarn (Cycas revoluta): die ersten Wedel entfalten sich

Etwas mehr als drei Wochen ist es her, als ich den Austrieb der ersten Wedel an meinen beiden Palmfarnsämlingen dokumentierte. Damals sprach ich noch von Pflanzen für Geduldige. In anbetracht der Keimzeit mag dies sicherlich stimmen, doch revidiere ich diese Aussage im Bezug aufs Wachstum.

Aus den damals noch unscheinbaren Trieben hat sich an der ersten Pflanze bereits ein kompletter Wedel entwickelt. Mit knapp 10cm Länge ist dieser zwar noch klein, doch hat er sich bereits vollkommen entfaltet und erinnert in seinem jetzigen Zustand gar ein wenig an ein Nadelgehölz. Der Wedel an Palmfarn Nummer ist noch nicht ganz so weit, doch entsprießt dieser Pflanze bereits ein weiterer kleiner Wedel. Zwei Wedel binnen weniger Wochen, da kann ich diversen Aussagen im Netz im Bezug zur Wachstumsträgheit junger Cycas revoluta durchaus widersprechen. An den sich langsam ausrollenden Blättern ist die deutliche Ähnlichkeit zu Farnen zu erkenen.

Interessanterweise hat sich der Samen von Pflanze Nr. 1 seit einiger Zeit nahezu senkrecht gestellt, was dazu führte, dass der Sämling mittlerweile komplett im Substrat saß, statt – wie gewöhnlich – an der Seite des liegenden Samens. Um Fäulnis entgegenzuwirken, habe ich die oberste Substratschicht abgetragen. Dabei kam auch ein Teil der fast bleistiftdicken Wurzel zum Vorschein, welche sicherlich Schuld an der Verlagerung des Samens ist.

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23. Mai 2013 at 19:13 Hinterlasse einen Kommentar

Fleischfressende Pflanzen (und anderes Grünzeug) ab Mittwoch (22.05.2013) bei Norma

Es ist ja schon ein wenig spät, nun auf Angebote hinzuweisen, welche bereits morgen in den Regalen stehen. Doch fiel mir das Werbeblatt des Discounters “Norma” gerade eben erst durch einen Zufall in die Hände. Ein flüchtiger Blick ins Innere der Zeitungsbeilage erweckte meine Aufmerksamkeit: Neben diversen Gartenwerkzeugen, gibt es auch eine anschauliche Auswahl an diversen Pflanzen, welche durchaus zu gefallen wissen. Als Highlights nenne ich da beispielsweise:

Venusfliegenfalle (Dionea Muscipula), Schlauchpflanze (Sarracenia) und Sonnentau (Drosera Capensis) im 12cm Topf für je 4,99. Günstiger gibts dies auch im Gartencenter nicht – eher im Gegenteil. Wenn die Qualität der Pflanzen stimmt, ist dies durchaus ein ernstzunehmendes Angebot, das man nicht ausschlagen sollte.

desweiteren: selbstbestäubende Kiwi, Banane und Passionsblume für ebenfalls je 4,99Eur. Die Pflanzen befinden sich im 14cm Vierecktopf und sind laut Beschreibung 60-70cm hoch.

ebenfalls im Angebot:  Hortensien,  Clematis, diverse Ampeln und Erdbeeren. Für Details bitte auf den verlinkten Screenshot clicken:

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21. Mai 2013 at 15:46 3 Kommentare

pikieren von 4-6 Wochen alten Granatapfelsämlingen (Punica granatum)

Im letzten Beitrag habe ich bereits verlauten lassen, dass die Nashi-Pikieraktion nicht die einzige Aktion dieser Art heute war. Ebenfalls hat es meine Granatapfelsämlinge erwischt, welche nun ca. 4-6 Wochen alt sind. Trotz des noch eher jungen Alters war es aber auch hier schon mehr als dringend, da sich die Wurzeln bereits fröhlich miteinander verknoteten. Um größeren Schaden am Wurzelwerk zu vermeiden, wurd es also heute Zeit, auch diese Pflanzen zu pikieren. Auch hier wählte ich eckige 8cm Töpfe. Nebenbei entdeckte ich, dass immer noch ein paar Nachzügler keimten. Zwei frische Sämlinge lukten aus der Schale empor, dabei habe ich die bis dato nicht gekeimten Samen längst als tot abgestempelt. Die Natur weiß einen immer wieder zu verblüffen. Aus wirtschaftlichen Gründen, wurden diese Sämlinge allerdings wegrationalisiert. Der Platzmangel macht auch hier keinen Halt. Sieben Pflanzen sind mehr als genug. Obendrein habe ich noch einige Testpflanzen in Kokosquelltöpfen, welche sicherlich auch in absehbarer Zeit eingetopft werden müssen

Wie auch den Nashis, scheint den Granatapfelsämlingen das herbe Wetter zur Zeit nichts anzuhaben. Jegliche Bedenken waren unbegründet. Die Pflanzen stehen seit knapp zwei Wochen schon draußen und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Insbesondere der Wind spielt beim Wachstum junger Sämlinge eine nicht zu verachtende Rolle und kann Fluch sowie Segen sein: durch die ständigen Bewegungen werden die Stämmchen der Sämlinge gestärkt und nehmen an Umfang zu. Auch die Bildung der Rinde wird dadurch subjektiv begünstigt. Solang die Pflanzen allerdings noch nicht angewachsen sind, sollte man es mit dem Wind nicht all zu sehr übertreiben und ihnen Stützen bieten oder einen stilleren Platz suchen.

Auch hier verweise ich abermals auf die Schlagworte dieses Blogs. Unter dem Begriff “Punica Granatum” finden sich alle weiteren Artikel zum Thema, sowie weitere Bilder und Informationen zur Anzucht.

14. Mai 2013 at 18:38 2 Kommentare

2 Monate alte Nashisämlinge (Pyrus pyrifolia) werden pikiert

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Der Dienstag hat sich mittlerweile zum Nashitag entwickelt, ergo heute wieder was neues von Pyrus pyrifolia, der Nashi-Birne.Viel gibt es im Vergleich zum letzten Artikel von vor 2 Wochen nicht zu sagen. Den Pflanzen geht es gut, sie wachsen prächtig. Trotz der Bedenken, scheint der viele Regen und die kühle Witterung den Pflanzen nichts weiter auszumachen.

Da sich die Pflanzen zumindest Oberflächlich mittlerweile doch sehr eingeengt haben, entschied ich mich heute zum Pikieren. Eine gute Entscheidung, denn auch das Substrat war bereits gut durchwurzelt. Längeres Warten hätte die ganze Sache sicherlich noch weiter verkompliziert. So gelang es mir noch relativ mühelos, die dennoch schon verworrenen Wurzeln der einzelnen Pflanzen voneinander zu trennen und sie mit möglichst wenig Beschädigungen aus der Schale zu entnehmen. Als schwierigste Phase des Pikierens gestaltete sich jedoch die Suche nach mehreren identischen Töpfen. Durch Zufall entdeckte ich noch 15 viereckige 8cm Töpfe. Ein Glücksgriff für diese Aufgabe, denn die restlichen Töpfe benötigte ich für andere Pikierarbeiten die heute anfielen. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag.

Weitere Artikel zum Thema wie immer unter dem Stichwort “Nashi“. Oder alternativ einfach mal die Seite durchclicken! ;)

14. Mai 2013 at 17:00 4 Kommentare

ein Maiglöckchen im Vorgarten

Gut, so ein Maiglöckchen ist ja nun nichts besonderes. Es sieht zwar schön aus, aber es ist eben nicht außergewöhnliches. Anderswo gibts sie zu Hauf und zählen zum Inventar. Beispielsweise entdeckte ich während meiner Ostertour ins Emsland unzählige dieser äußerst ansehnlichen Pflanzen in den dortigen Wäldern (den passenden Artikel gibts hier im Blog), wo sie den Waldboden in solchen Massen bedeckten, wie es bei manch einem Löwenzahn und Gänseblume im Rasen machen. Passender Vergleich, doch etwas weit hergeholt, denn im Grunde muss ich nicht einmal meine Straße zu verlassen, um Maiglöckchen über Maiglöckchen in der Nachbarschaft zu sehen.

Warum ich nun also diesem einen Maiglöckchen einen Artikel widme? Ganz einfach: Es ist das einzige seiner Art im hiesigen Garten und blüht nach geschätzten 5 Jahren zum ersten Mal! Als wir vor einigen Jahren diverse Knollen pflanzten, erhofften wir uns schnell einen blühenden Vorgarten. Doch weit gefehlt: bis auf die afrikanische Schmucklilie (davon hab ich vor zwei Jahren schon einmal berichtet. Einfach mal ins Archiv schauen oder die Suchfunktion der Seite nutzen), ließ sich keine Pflanze blicken. Zwar trieben die Maiglöckchenrhizome seit je her die typischen Blätter aus, doch war das Warten auf Blüten bislang immer vergebens – Bis zu diesem Jahr! Ich traute meinen Augen kaum, als ich dieses eine Maiglöckchen nun in voller Blüte vorfand. Nach all den Jahren im Boden kann man zwar mehr verlangen, aber man will sich ja nicht beklagen. Eher hätte ich damit gerechnet, dass sich dort gar nichts mehr tut.

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14. Mai 2013 at 16:19 Hinterlasse einen Kommentar

20. NRW-Bonsaitage in Essen

Ein Termin, der für Bonsaifreunde aus der Umgebung ein Pflichttermin sein sollte: Am 25. und 26. Mai veranstaltet der Regionalverband Bonsai NRW im Essener Grugapark die 20. NRW-Bonsaitage. Neben einer obligatorischen Bonsaiausstellung, bei der die besten Bonsai prämiert werden, wird es diverse Workshops zur Pflege und Gestaltung geben. Desweiteren besteht die Möglichkeit fertige Bonsai, Rohmaterial sowie Werkzeuge und Zubehör zu erwerben.

Die Veranstaltung findet im Musikpavillon statt, der Parkeintritt kostet 4 Euro. Mit dem Besuch der Bonsaitage empfiehlt sich ein kleiner Abstecher in die Gewächshäuser des Grugaparks. Dort findet sich neben diversen Tropenhäusern auch eine dauerhafte Bonsaiausstellung, welche bis zu 70 Jahre alte Pflanzen zeigt:

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Links:
Grugapark Essen
Regnionalverband Bonsai NRW

11. Mai 2013 at 23:47 2 Kommentare

Peyote (Lophophora williamsii) nach der Winterruhe

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Irgendwie versäumte ich in den letzten Monaten über diese schicken Raritäten zu schreiben. Der letzte Artikel stammt von Oktober 2012, kurz bevor die Pflanzen in die Winterruhe gingen. Viel hat sich während dieser Zeit natürlich nicht getan. Die Wassergaben wurden – typisch für Kakteen – auf ein Minimum reduziert, was dazu führte, dass die Pflanzen zum Ende des Winters recht schrumpelig und weich wurden. Pünktlich zum Ende der Winterruhe entschied ich mich, die Kakteen Anfang März zu pikieren und spendierte jeder Pflanze einen eigenen, kleinen Topf.

Seit einiger Zeit teste ich selbstgemischte Substrate auf Basis diverser mineralischer Zuschläge und musste feststellen, dass ich mit Blähton, welcher als bio-Winterstreumittel verkauft wird, doch recht gute Erfahrungen machte. Als Substrat kam daher eine Mischung aus Kakteenerde, Blähton und Sand zum Einsatz, welche luftig und gut wasserdurchlässig ist.

Mittlerweile sind die Pflanzen 13 Monate alt und bereits wieder in der Wachstumsphase angekommen. Mit Steigerung der Wassergaben wandelten sich die schrumpeligen, grünen Knubbel zu prallen, saftig grünen Kugelkakteen, welche mittlerweile (im Vergleich zum letzten Beitrag) doch schon den ein oder anderen Millimeter an Umfang zulegten. Man mag es ahnen, aber wie viele andere Kugelkakteen, sind auch Peyote besonders langsam wachsende Gewächse, welche ihren Umfang oftmals nur um wenige Millimeter pro Jahr aufstocken.

Natürlich mag manch einer beim Stichwort Peyote hellhörig werden, allerdings sind dies – entgegen mancher Behauptungen – völlig legale Pflanzen, welche in gut sortierten Sukkulenten-/Kakteenhandlungen und auf Pflanzenbörsen erhältlich sind. Ihr einziges Manko ist ihre “Giftigkeit”. Deshalb sollte man diese Pflanzen mit dem selben Respekt behandeln, mit dem man jede andere Giftpflanze auch behandelt; dass Engelstrompeten, Oleander, Dieffenbachien etc. weder zum Verzehr geeignet sind, noch im Umfeld kleiner Kinder und psychisch labiler aufgestellt werden sollten, wird jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch wissen. Selbiges gilt für besagte Kakteen.

Da ich bereits häufig einschlägige Suchbegriffe in den Statistiken vorfand: Dies sind reine Zierpflanzen und als solches betrachte ich diese Kakteen auch! Ich werde/kann daher keine Informationen für andere Verwendungszwecke bereitstellen. Schande über diejenigen, welche solch wunderbare Gewächse abschlachten!

Weitere Artikel und Bilder zum Thema Peyote unter dem Schlagwort “Lophophora williamsii

11. Mai 2013 at 00:50 Hinterlasse einen Kommentar

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