Adenium obesum und seine Eigenarten

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Die Februarsaat, 8 Wochen nach der Keimung.

Von null auf hundert in einem Jahr. Okay, nicht ganz auf hundert, aber die Fünfzigermarke ist bald geknackt. Worum es geht? Um Wüstenrosen, auch bekannt als Adenium obesum.

Eine Pflanzengattung, die für mich eine Art Initialzündung darstellte und mich dazu brachte, über den botanischen Tellerrand zu gucken. Mit Adenium obesum entdeckte ich meine Liebe zu Sukkulenten gewissermaßen neu. Zwar bin ich mit Kakteen groß geworden, doch fristeten Sukkulenten (wozu schließlich Kakteen, wie auch Wüstenrosen zählen) in den letzten Jahren irgendwie ein Schattendasein in meiner heimischen Sammlung.

Als vor einem Jahr die ersten sechs namenlosen Wüstenrosen keimten, dachte ich nicht im Traum daran, in ihnen eine neue Faszination zu gefunden zu haben. Schaut man sich die Masse an abwechslungsreichen Hybriden und Sorten an, die diese Gattung bietet, liegt es schon fast auf der Hand, dass man möglichst viele davon in seiner Sammlung sehen möchte. Im Gegensatz zu Kakteen, wachsen Wüstenrosen relativ schnell und bringen meist schon nach 2-3 Jahren bereits ahnsehnliche, blühfähige Exemplare hervor.

Vor rund 8 Wochen keimte meine dritte Aussaat dieser faszinierenden Gattung. Mein Hauptaugenmerk lag dabei vollständig auf panaschierten Sorten mit interessanten Blattfärbungen. Der Hintergedanke dabei war: Warum 2-3 Jahre auf Blüten warten, wenn man sich ebenso -und dazu viel eher- an ungewöhnlichem Laub erfreuen kann. Gedacht, getan. Mit der Keimung der ersten drei Sämlinge der Sorte ‚Siam Jade Dragon‚, wurde dieser Vorsatz bereits erfüllt. Strahlendweiße Keimblätter auf einem rötlichen Stämmchen – Ein wirklich guter Start für die Panaschierten. Leider waren die Sämlinge der anderen drei Sorten eher weniger spektakulär und unterschieden sich bis dato in keinster Art von meinen nicht-panaschierten Exemplaren.

Einen neuen Hoffnungsschimmer bot mir nun ein Sämling der Sorte ‚Super Yellow Leaf‚, der sein erstes panaschiertes Blatt emporstreckte.

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Super Yellow Leaf

Zu meiner Enttäuschung sind es nun die ehemaligen Hoffnungsträger der ‚Siam Jade Dragon‘-Fraktion, die mich enttäuschen. Ein reinweißer Sämling starb bereits kurz nach der Keimung und die verbleibenden zwei weißen Sämlinge stagnieren scheinbar völlig in Sachen Wachstum. Treiben die anderen Sämlinge bereits ihr viertes echtes Blattpaar aus, dümpeln die beiden Albinos noch mit ihren Keimblättern daher.

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Siam Jade Dragon

Meine Theorie, dass ihnen dazu das nötige Chlorophyll fehle, entkräftigt der dritte Sämling dieser Sorte, der trotz grüner Färbung ebenfalls das Wachstum einstellte und allen anderen Sorten mittlerweile gnadenlos unterliegt. Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken, die schwächelnden Albinos auf gesunde Unterlagen zu pfropfen, scheue allerdings noch das Risiko hier einen Totalverlust der Sorte zu erleiden.

Ganz anders sieht es bei den anderen drei Sorten ‚Star Of Top‚, ‚Super Maple Leaf‚ und -wie schon erwähnt- ‚Super Yellow Leaf‚ aus.

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Star Of Top

Alle Sämlinge der Sorte ‚Star Of Top‚ überraschten mich mit einer Eigenart, die bis dato bei keinem anderen Adeniumsämling der letzten 12 Monate auftrat. Aus der Blattachsel der Keimblätter bilden alle Sämlinge mittlerweile Seitentriebe aus. Anfangs hielt ich die winzigen Blättchen für unbedeutsame Begleiterscheinungen. Doch wuchsen hier im Laufe der letzten Wochen immer kräftigere Blättchen heran. Verzweigung nach nur 8 Wochen! Das haben meine ersten Adeniumpflanzen nichtmal in einem Jahr geschafft. Für gewöhnlich hilft der ein oder andere gar mit dem Messer nach und kappt die Pflanzen, um ihnen Seitentriebe zu entlocken.

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Super Maple Leaf

Nicht ganz so spektakulär, aber ebenfalls erwähnenswert ist das Wuchsverhalten eines Sämlinges der Sorte ‚Super Maple Leaf‚, welcher bis vor wenigen Tagen bis auf die Keimblätter kein weiteres Laub aufwies und stattdessen verhältnismäßig stark in die Breite wuchs. Mittlerweile fast doppelt so dick wie die anderen Sämlinge, zeigten sich zwischen den Keimblättern nun gar drei Triebe, die -wie es scheint- völlig gesund und autark zu wachsen beginnen. Ebenfalls eine sehr frühe Form der Verzweigung. die ich mit großer Aufmerksamkeit weiterhin beobachten werde.

und SO sollen die Pflanzen irgendwann aussehen:

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