Radfahren mit Elefantenfuß, Kaktus und co.

Eigentlich wollten wir mit dem Fahrrad nur ein paar Kleinigkeiten einkaufen, doch dann zog es meine Freundin und mich spontan in ein nahegelegenes Gartencenter. Natürlich nur zum Stöbern. Kaufabsichten waren zu Beginn keine vorhanden. Doch mit Gartencenterbesuchen ist es wie mit Neujahrsvorsätzen – es kommt meist eh alles anders, als geplant.

Schon am Eingang lachten mich kleine Kamelien an, die durch ihren Wuchs und ihre kompakte Größe förmlich danach schrien, als Bonsairohmaterial verwendet zu werden. Klar war dies auch mein erster Gedanke beim Anblick der spartanischen Pflanzen. Aber in ihnen steckt oftmals viel Potential, das man im Laufe der Gestaltungsphase durchaus gut nutzen kann. Für zwei Euro konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Camellia_japonica

Wir setzten unseren Gang fort, vorbei am Kakteenbereich, der sich allerdings als Restetisch entpuppte. Frei nach dem Motto, alles muss raus, gab es jede Pflanze des Bereiches für ’nen Euro. Allerdings gab es auch hier ein paar Highlights, die mir sofort ins Auge fielen. Ein nicht deklarierter Kaktus, bei dem es sich wahrscheinlich um Rebutia marsoneri handelt, musste natürlich auch mit. Besonderes Augenmerk: Blüten – und davon nicht wenige. Beim späteren Umtopfen stellte sich heraus, dass der Kaktus rundherum mit Knospen gespickt war. Ein richtiger Glücksgriff!

Rebutia_marsoneri

Etwas versteckt entdeckte ich einige Hawaipalmen (Brighmania insignis). Pflanzen, für die man vor rund 5 Jahren sicherlich noch 20Eur gezahlt hätte, gab es dort für schlappe 2 Eur. Ein weiteres Schnäppchen, zu dem ich absolut nicht nein sagen konnte. Diesem Gewächs werde ich sicherlich in Kürze noch einen seperaten Artikel widmen.

Das Highlight des spontanen Kaufrausches war allerdings ein Gewächs, das in ein völlig anderes Kaliber fiel und blind gekauft wurde, ohne dass wir uns Gedanken über den Transport machten: Beaucarnea recurvata, auch bekannt als Elefantenfuß. Elefantenfüße haben es meiner Freundin angetan. Spätestens, seit ihre Schwester ein solches Exemplar besitzt, schwärmt sie häufig von diesen imposanten Pflanzen. Ironischerweise auch noch während der Hinfahrt. Wer konnte ahnen, dass sie 20 Minuten später vor einer solchen Pflanze stehen würde?

beaucarnea_recurvata1

Und ja, da stand er nun vor uns. Ein einzelnes Exemplar mit stattlicher Höhe und ebenso stattlichem Caudex. Doch was uns am meisten verwirrte, wie faszinierte, war der Preis von lediglich 10 Euro. Da hieß es nicht lange zögern und einpacken, auch wenn wir absolut keine Ahnung hatten, wie man einen knapp 1,20m hohen Elefantenfuß auf dem Fahrrad transportieren sollte. Doch im Gepäckkorb ging es wider Erwarten ganz gut und so zogen wir vollgepackt wieder zurück. Daheim angekommen, topfte ich den Elefantenfuß in einen 38cm Topf um. Dabei stellte sich heraus, dass ein Großteil des Caudexes unterirdisch lag und beim Kauf gar nicht sichtbar war. Ein guter Zeitpunkt, um die Pflanze höher zu setzen und den impostanten Caudex in Szene zu setzen. Ein wirkliches Prachtstück, auf das ich ja schon ein klein wenig neidisch bin:

Eine rundum gelungene Einkaufstour, wir waren mit unseren Einkäufen beide sehr zufrieden.

 

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