Gartenhaus: Kiesumrandung

Mittlerweile steht die Hütte seit fast 2 1/2 Jahren und hat schon das ein oder andere sommerliche Grillgelage überlebt. Als ich im Frühling 2009 mit den Vorbereitungen begann, hätte ich mir nie träumen lassen, dass es weitere zwei Jahre brauchen wird, eh der finale Abschluss in Form einer Kiesumrandung enstehen wird. Vorbereitung und Aufbau waren binnen weniger Tage erledigt. Die Hütte stand schneller, als es mir lieb war.  Schließlich gab es damals noch kein Konzept, was die Gestaltung des Umfeldes betraf. Hauptsache die Hütte stand. Wie es weitergehen sollte, wusste ich damals noch nicht. Grob gesagt war eine Terrasse und eine Kiesumrandung bis spätestens Herbst 2010 geplant. Eine Miniaturterrasse wollte ich einfach schon immer haben. Was die Kiesumrandung betrifft, so überwiegen hier die praktischen Gründe: Sobald es regnet, entstehen bei nicht vorhandener Kiesumrandung schnell Dreckspritzer im unteren Viertel der Holzwand. Im Kies kann jeglicher Regen versickern und hat erst gar keine Möglichkeit, als Schlamm gegen die Wände zu spritzen. Obendrein verwehren Kantensteine und Kies Einblicke in die Unterkonstruktion der Hütte und hindern Kleintiere am Einnisten. Für gewöhnlich habe ich nichts dagegen, wenn sich Mäuse und Igel im Winter unter der Hütte ihr Nest bauen, allerdings würde es sicher nicht bei denen bleiben. Wo Natur ist, sind auch Ratten – und die haben scharfe Zähne. Wenn sich – wie in meinem Fall – unter der Hütte Stromleitungen befinden, ist man auf der sicheren Seite, Hohlräume vor Nagern  grob zu verschließen.

Dieses lose Konzept entpuppte sich als praktikabel und auch für mich als Laie realisierbar. An einem Wochenende im Sommer 2010 setzte ich die Kantensteine. Die Terrasse war das nächste Etappenziel, allerdings schwirrten mir zu viele Ideen durch die Synapsen, welche von „zu simpel“ bis „kaum realisierbar“ reichten. Schlussendlich wurd im Herbst ein kleine, rechteckige Terrasse mit Altstadtpflaster erstellt. Obwohl ich bis dato nie mit Pflaster zu tun hatte, war es – einschließlich Vorbereitung des Untergrundes – lediglich eine Arbeit von wenigen Stunden. Selbst nach einem Jahr und einem starken Winter ist noch alles eben und kein Stein wackelt. So falsch kann es also nicht gewesen sein, was ich da fabriziert hatte :D Eigentlich sollte die Kiesumrandung bereits im Herbst 2010 zugeschüttet werden, allerdings kam der Winter recht plötzlich.

Nun ist wieder Herbst, die Baumärkte überschlagen sich mit Angeboten, was Kies in Säcken betrifft und das Wetter ist optimal für etwas derbere Gartenarbeit. Ergo Material besorgen, ran an die Handschuh und los. Nachdem wir 15 Säcke besorgten, gings auch schon ans Aufräumen. Binnen der letzten 12 Monate hat sich jede Menge Gartenabfall und Unkraut im Graben zwischen Hütte und Kantensteinen angesammelt. Dies war die vorerst letzte Möglichkeit, die Kanthölzer zu streichen, also tat ich dies, bevor weitere Schritte folgten. Die unterste Schicht Kies dient lediglich als Füllmaterial, um Bodenunebenheiten auszugleichen und Spalten zwischen Kanthölzer und Boden locker zu verschließen. Auf diese Schicht kleinerer Kieselsteine kam eine Unkrautschutzfolie, die ein Durchdringen, der noch im Boden verbliebenden Rhizome und Pflanzenreste verhindern soll. Gegen Unkraut in der finalen, sichtbaren Kiesschicht hilft diese Maßnahme allerdings nicht. Staub, Sand und Erdreste bilden auch zwischen den Kieselsteinen ausreichendes Substrat für Unkräuter. Abzupfen wird also auch weiterhin hier zur Routine gehören. Allerdings lassen sich Pflanzen, welche zwischen Kies gewachsen sind meistens sehr leicht samt Wurzel entfernen. Die Schutzfolie wurde mit größeren Kieselsteinen lose fixiert, anschließend wurde Sack für Sack ausgeleert und der Inhalt mit dem Fuß verteilt. Von 15 Säcken fanden 12, sechs pro Seite, Verwendung. Allerdings habe ich die Rückseite des Hause (noch) nicht aufgefüllt. Dies ist ein anderes Kapitel. Wichtig ist, die Schlitze zwischen den Fundamenthölzern und den, sich darauf aufbauenden, Wänden freizulassen, damit die Luft auch weiterhin im Bodenbereich zirkulieren kann und keine Fäulnis entsteht.

Die nächste Etappe ist geschafft.

Die Bilder zeigen lediglich die linke Seite. Die rechte Seite ist identisch. Bitte nicht auf die Waschbetonplatten achten, sie sind rein provisorischer Natur.

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Eine Antwort zu “Gartenhaus: Kiesumrandung

  1. Pingback: Unterwegs im Emsland (und Umgebung) | Vegetation daheim - Garten- und Pflanzenblog·

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