Ananas bewurzeln: vier Monate später

Vor fast genau 4 Monaten berichtete ich über den Versuch, einen Ananasstrunk zu bewurzeln und die Ananaspflanze somit vegetativ zu vermehren.

Ziemlich schnell merkte ich, dass ich den Strunk nicht ausreichend vorbereitete und sich noch viel zu viel Fruchtfleisch am selbigen befand, welches schnell zu faulen und schimmeln begann.  Wenige Wochen später erklärte ich den Versuch für gescheitert und wollte das Gestrüpp schnellstmöglich entsorgen. Typisch für mich schob ich dies aber auf und füllte regelmäßig neues Wasser nach. Nach einiger Zeit ließ die Schimmelbildung nach und totes Material ließ sich sehr leicht entfernen. Wahrscheinlich war diese Geduld nötig, um dem Strunk neues Leben einzuhauchen.  Für gewöhnlich sterben Ananasköpfe von außen nach innen ab, wenn sie denn absterben. Es fängt mit braunen Spitzen an den Blättern an und frisst sich bis zum Herzen des Strunks durch, bis schließlich jegliches Blattwerk ohne Mühe abgezupft werden kann. Ist dies der Fall, hilft auch keine weitere Geduld, sondern nur noch die Mülltonne. Dies war diesmal aber nicht der Fall. Einzig die untersten Blätter starben ab. Im Innern des Strunks lugten nach kurzer Zeit neue, kleine Blätter dem Tageslicht entgegen und wuchsen sehr rasch. Mittlerweile nimmt auch die Wurzelbildung rasch zu. Aber nach 4 Monaten wird man das wohl erwarten dürfen.

Womöglich werd ich das Teil bald einpflanzen können. Welches Substrat hierbei zum Einsatz kommt, weiß ich noch nicht. Kokohum soll sich als gute Entscheidung herausgestellt haben. Ob dies der Fall ist, kann ich persönlich noch nicht bestätigen. Alternativ gibts immer noch diverse Erdmischungen, welche bei mir häufiger Verwendung finden.

so sah das Teil übrigens vor vier Monaten aus.

und so vier Wochen später.

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7 Antworten zu “Ananas bewurzeln: vier Monate später

  1. Pingback: Anzuchtanleitung: Ananas (vegetative Methode) « Bens Garten- und Pflanzenblog (Gartenblog, Pflanzenblog. Aussaat & Anzucht. Nützliches und Überflüssiges. Berichte rund ums Gartenjahr)·

  2. Pingback: Ananas: Vom Wasser in die Erde. « Bens Garten- und Pflanzenblog (Gartenblog, Pflanzenblog. Aussaat & Anzucht. Nützliches und Überflüssiges. Berichte rund ums Gartenjahr)·

    • Die Ananas ist glaub ich etwas sehr speziell. Ad Hoc wüsste ich keine andere, geerntete Frucht, deren Blattwerk sich zu einer kompletten Pflanze weiterentwickelt. Allerdings lassen sich viele Pflanzen, wenn nicht sogar die meisten, vegetativ also per Steckling vermehren. Bei Nachtschattengewächsen hat man häufig Erfolg (Tomaten, Chilis, Paprika). Allerdings auch Citruspflanzen und Oliven und viele andere lassen sich auf diesem Wege vermehren. Einfach mal probieren und ein paar Zweige ins Wasser stellen. Korkenzieherweiden, wie es sie zu Ostern gibt, sind z.B. besonders bewurzelungsfreudig. :)

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