Physalis: Wie die Mutter, so die Töchter?

Die Odyssee mit der aktuellen Physaliskultur begann bereits Anfang 2014. Damals probierte ich nach etlichen Jahren wieder einmal die sauren, gelben Früchtchen und hatte natürlich eine direkte Eingebung: die Samen muss ich säen! Gesagt getan: wie die Saat verlief, habe ich damals sicherlich irgenwo auf dieser Seite mehrfach erläutert. Die Zeit verging, der Winter kam und die Pflanzen verkümmerten regelrecht. Aus den letzten frischen Trieben schnitt ich allsbald Stecklinge und bewurzelte diese damals parallel zu etlichen Passiflorastecklingen. Wie zu erwarten, bewurzelten die Stecklinge recht schnell und verbrachten nahezu den kompletten Winter im Wasser, eh ich es im Frühjahr endlich schaffte, den vegetativ vermehrten Nachwuchs einzutopfen.

Knapp zwei Monate sind währenddessen vergangen und die Stecklinge sind kaum wieder zu erkennen. Selbst die Mutterpflanze überragen sie mittlerweile deutlich; kräftige Stämme, schneller und vor allem kompakter Wuchs sind Eigenschaften, mit denen die Sämlinge im letzten Jahr rein gar nicht punkten konnten.

Was habe ich anders gemacht, dass die aktuellen Pflanzen deutlich besser gedeihen?

Stecklinge wachsen eh meist schneller, als Sämlinge. Zudem hielt ich die Pflanzen vom letzten Jahr kontinuierlich in 10cm Töpfen, so dass sie regelrecht zum Minderwuchs gezwungen wurden. Ohne ausreichend Platz für die Wurzeln, tut sich meist auch oberirdisch nicht viel. Da Physalis für gewöhnlich sehr wuchsfreudig sind, wählte ich dieses Jahr von vornerein 20cm Töpfe, in denen die Pflanzen einige Zeit verweilen können und ausreichend Platz haben. Durch ihren Standort auf der Terrasse stehen die Pflanzen seit einiger Zeit relativ nass und meist warm – wohl nicht unbedingt der schlechteste Standort. Desweiteren werden die Pflanzen regelmäßig, 1x pro Woche mit Flüssigdünger und SuperThrive gedüngt. Der ST-Selbstversuch von vor einigen Monaten fiel leider nicht so optimal aus, doch scheint die Kombination durchaus erfolgreich zu sein – inwiefern jedoch tatsächlich der Faktor ST dabei eine Rolle spielt, kann nur spekuliert werden. Was jedoch viel ausschlaggebender für den kompakten Wuchs ist, ist das regelmäßige Ausbrechen der Triebspitzen. Dadurch wird die Pflanze dazu animiert, aus den nächsttieferen Nodien auszutreiben, wodurch sich auf Dauer ein kompakter Wuchs abzeichnet.

Ob ich die Pflanzen dieses Jahr bis zur Ernte bringe? Ich bin gespannt und werde natürlich weiter berichten.

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