die Birke im Mauerwerk

Birken als Pionierpflanzen, erobern jegliche noch so karge Habitate. Auf verlassenen Bahn- und Industrieanlagen gehören sie zum typischen Bild der Flora. Aber auch in Dachrinnen finden sich manchmal ein paar schwindelfreie Birken, die in teils sehr skurriler Form wachsen und am Rande des Abgrundes gedeihen.

Ob es nun Birken in Dachrinnen, oder eingewachsene Bänke sind, die Symbiose zwischen Natur und Menschengemachtem nimmt teilweise groteske Züge an. Ein Paradebeispiel aus dieser Kategorie erblickte ich heute in einem alten Mauerwerk.

Auf dem ersten Blick hielt ich dieses weiße, wulstige Konstrukt in der Fuge erst für den kläglichen Versuch, die spröden Wand mit Bauschaum oder Silikon zu flicken. Doch bei genaueren Hinsehen wurde mir klar, dass es sich hierbei um etwas pflanzliches handeln musste, das sich wohl schon seit Jahren seinen Weg durchs Mauerwerk fraß.

Eine Wurzel? Nein, nicht nur eine Wurzel, sondern ein ganzer Baum!

Aus der Mauerkrone ragten viele dünne Zweige, an denen typische Birkenblätter im Wind wehten. Einen offensichtlichen Stamm gab es allerdings nicht. Der komplette Baum schlängelte sich durch die Fugen bis an die Mauerkrone, und bildete dort einige wenige Zweige aus. Eine wirklich abenteuerliche Pflanze

 

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Eine Antwort zu “die Birke im Mauerwerk

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