Überwinterung ist out – Dioscorea elephantipes übersommert.

Für gewöhnlich ruhen Pflanzen bei uns im Winter. Dabei ist es egal, ob es einheimische Gewächse sind, oder aber auch Exoten, die auf der Fensterbank gedeihen. Winterruhe gehört zur Pflanzenwelt, wie vier Räder ans Auto. Doch es geht auch anders.

Es gibt nur wenige Pflanzen, die ihre Vegetationspause in den Sommer legen. Dioscorea elephantipes ist eine davon, die ein solch atypisches Verhalten an den Tag legt.

Seit der letzten Pflanzenbörse im April bin ich nun auch endlich Besitzer dieser faszinierenden Caudexpflanze, die aufgrund ihrer zerklüfteten Knolle oftmals auch Schildkrötenpflanze genannt wird. Die aus Südafrika stammende Pflanze stand damals noch in vollem Laub, welches sie aber im Laufe der letzten Wochen komplett abwarf. Mittlerweile sind auch die Triebe größtenteils eingetrocknet und fallen nach und nach aus.

Etwas enttäuschend für Sukkulenten eines Fachhändlers, stand dieses Exemplar leider in reiner Blumenerde, ohne auch nur den Hauch eines mineralischen Anteils (die Abdeckung aus Aquarienkies zähle ich nun nicht mit..). Bei dem recht günstigen Preis nahm ich dieses Manko allerdings gern in Kauf.

Während der letzten Wochen habe ich die Pflanze schon nicht mehr gegossen. Das Substrat trocknete somit nach und nach völlig aus und so bot es sich an, die nun ruhende Pflanze in passenderes Substrat zu setzen.

In Foren liest man oftmals widersprüchliche Angaben im Bezug aufs bevorzugte Kultursubstrat bei Dioscorea elephantipes. Von hohem Torfanteil, bis zu absolut reinem mineralischen Substrat ist so ziemlich jede Ansicht vertreten. Fakt ist jedoch: Nährstoffreich und wasserdurchlässig muss es sein. Somit entschied ich mich für einen Mittelweg und setzte die Pflanze in leicht lehmiges Caudexpflanzensubstrat mit Humusanteil, welches ich im letzten Jahr bei einer Pflanzenbörse kaufte. Damit kann man nichts verkehrt machen. Das hellere Vulkanbimssubstrat nutzte ich diesmal lediglich zur Abdeckung, um ein einheitliches Bild meiner Pflanzen zu erhalten.

Stimmen die überwiegenden Angaben im Netz, wacht die Pflanze zum Herbst wieder auf und wächst bis zum kommenden Frühjahr. Manchmal soll allerdings auch ein völlig unregelmäßiger Rhythmus vorkommen, bei dem die Vegetationsphasen der Pflanzen von Saison zu Saison in der Länge wechseln. Hier legt wohl jedes Exemplar eine große Individualität an den Tag, so dass sich der Rhytmus letztendlich doch nicht pauschalisieren lässt.

Während der nun andauernden Sommerpause können neben dem Laub auch die Wurzeln absterben, so dass tatsächlich nur noch die reine Knolle übrigbleibt. Die Knolle wird während dieser Zeit nicht gegossen und kann arg zusammenschrumpfen, was sich aber mit Beginn der neuen Vegetationsphase wieder ändert. Diverse Quellen empfehlen während der Ruhephase dennoch das monatliche, leichte Benetzen der Knolle mit Wasser.

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