..von kleinen und größeren Kakteen

Als gestern in der Kakteengruppe des Vertrauens Bilder von den aktuellen Angebotskakteen von Lidl gepostet wurden, bekam ich es schon mit meinem Gewissen zu tun. Hätte ich noch nach Lidl fahren sollen oder nicht? Unschlüssigkeit machte sich breit! Was an Fotos gezeigt wurde, war doch recht ordentlich. Zu einem Preis von 2,50Eur zudem ein Schnäppchen. Klar, es waren Massenprodukte in völlig falschem Substrat, aber dagegen gibts ja Abhilfe. Ich zerbrach mir den Kopf.

Dem Regen sei Dank, dass ich doch eisern blieb und keine Kakteen-Plünderungstour bei Lidl veranstaltete. Der einzige rationale Grund dafür war das Paket mit Kakteenzuwachs, das ich am selben Tag bereits erhielt. Da der Platz natürlich auch nur beschränkt ist und ich in erster Linie auch Gedanken ans Überwintern machen muss, war es doch klüger, mich nicht von der Kakteensucht leiten zu lassen. Können die Kakteen im Sommer natürlich in Herrscharen die Terrassen bevölkern, sieht es im Winter natürlich schon ganz anders aus, wenn alle wieder zurück ins Haus müssen. Da ich eine Katze habe, ist hier besondere Vorsicht geboten. Die einzigen geeigneten und katzensicheren Plätze sind sehr limitiert.

Mit meinen momentan knapp 60 Kakteen ist das Platzproblem zwar noch nicht völlig akut, doch sollte ich es nicht völlig außer Acht lassen.

Der aktuelle Neuzugang umfasst wieder einige Ebaystöbereien. Schon vorgestern erhielt ich Gymnocalycium buenekeri und Aylostera heliosa v. condorensis. Zwei eher kleine Pflanzen, die in ihren 7cm Töpfen keinen Platz in Anspruch nehmen. Beide Pflanzen stehen noch in Knospe und werden sich hoffentlich bald in ihrer vollen Pracht zeigen.

Die gestrigen Pflanzen sind dahingegen schon ein anderes Kaliber. Trichocereus pachanoi und Gymnocalycium tilcarense kamen bereits in einem riesigen Karton an. Glücklicherweise stellte sich der meiste Inhalt als Füllmaterial heraus. Die Pflanzen waren sehr gut verpackt und wurden mit Topf und Substrat geliefert, was eher nicht dem Regelfall entspricht. Nach dem Auspacken relativierte sich natürlich die Größe, doch zählt insbesondere der G. tilcarense mit seinen knapp 15cm Durchmesser zu den eher größeren Kakteen meiner Sammlung. Die Pflanze birgt eine Besonderheit, die mich zum Kauf animierte. Laut Verkäufer starb der ursprüngliche Kaktus vor langer Zeit ab, worauf sich vor eben so langer Zeit, ein Kindel im zerstörten Scheitel der Mutterpflanze bildete. Im Laufe der Jahre wuchs dieses Kindel zu einem massigen Gymno heran. Durch die Mutterpflanze, welche immer noch unter dem Kindel zu erkennen ist, wirkt die ganze Pflanze, als hätte man sie gepfropft, was natürlich nicht der Fall ist.

Pfropfen war auch das Stichwort und der Kaufgrund für den T. pachanoi. Eine Sorte, die oft und gern als unkomplizierte Pfropfunterlage benutzt wird. Allerdings muss ich nun ehrlich gestehen, dass mir diese Pflanze zum Zerschneiden und Experimentieren doch zu schade und v.a. zu teuer ist. Für solche Experimente muss ich mir wohl Alternativen suchen. Schließlich ist ein T. pachanoi auch eine sehr ansehnliche Solitärpflanze.

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