Rhipsalis – Der etwas andere Kaktus (Gastbeitrag von Jan Siegel)

In letzter Zeit sieht man sie immer mehr: in Discountern, beim Floristen, in fast jeder Arztpraxis. Die auch unter Rutenkaktus oder Binsenkaktus bekannten Gewächse erfreuen sich immer grösserer Beliebheit, was auch auf ihre angebliche Anspruchslosigkeit geschuldet ist. Rhipsalis ist vielgestaltig – Es gibt sie je nach Art in platter Form, aber auch stäbchenförmig, kantig.. aber Bilder sprechen da mehr als Worte.

Rhipsalis kommen ursprünglich (bis auf eine Ausnahme) aus Südamerika, wo sie epiphytisch – also in den Astgabeln der Bäume wachsen. Deshalb benötigen sie Im Gegensatz zu anderen Kakteen ein eher humoses Substrat und einiges mehr an Feuchtigkeit. Die heisse Mittagssonne behagt ihnen nicht. Draussen tuts ein halbschattiger Platz, als Zimmerpflanze darf es aber ruhig ein Südfenster sein, wenn etwas abstand zum Glas herrscht. Am besten kultiviert man sie in Ampeln, da sie fast alle einen hängenden Wuchs zeigen. Man kann sie so auch gut draussen in eine Astgabel hängen, was mir persönlich optisch sehr gut gefällt. Ein besonderes Highlight sind die kleinen Blüten, die zu jedem Zeitpunkt auftreten können, meist jedoch im Herbst nach dem Einräumen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass draussen übersommerte Pflanzen sich generell blühwilliger zeigen, als Zimmerexemplare.

Zur Pflege: Meine Rhipsalis stehen in einer Mischung aus 2/3Blumenerde und 1/3 Pinienrindenstücken, manchmal mische ich etwas Seramis oder Perlite bei. Ich giesse wenn das Substrat oberflächlich angetrocknet ist. Meine Rhipsalis stehen von Mai bis Ende September draussen. Ich halte sie von Anfang September bis Ende Oktober etwas trockener, was sich förderlich auf eine Blütenentwicklung auswirken kann. Viele Exemplare blühen aber auch bei durchgehend gleichbleibenden Haltungsbedingungen. Wichtig ist, sie nach dem Einräumen wieder warm zu stellen und nach und nach häufiger zu gießen. Sie sind übrigens sehr dankbar, wenn sie ab und zu übersprüht werden.

Epiphytische Kakteen sind meine Leidenschaft. Rhipsalis sind mehr als eine Modepflanze, bei richtiger Pflege können sie zu wunderschönen Exemplaren heranwachsen.

Weitere Bilder und Informationen zum Thema Epis, Rhipsalis und co. gibt es auf der Seite von Bernhard Lingnau: www.black-forest-epis.de.

Danke an Jan Siegel für diesen Gastbeitrag zu einer sehr interessanten Kakteengattung! Die Rechte an Fotos und Text liegen beim Verfasser. Ausnahmen sind entsprechend gekennzeichnet!

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