DIY: Pflanzenbeleuchtung für die dunkle Jahreszeit

Bereits im Sommer sinnierte ich über Sinn und Zweck von Zusatzbeleuchtung (Assimilationslicht) im privaten Bereich. Gerade jetzt, in der Zeit in der man langsam aber sicher seine Exoten ins Haus holt, ist es an der Zeit, die Planungen nicht weiter zu planen, sondern endlich auszuführen!

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Seit dem ich damals im Juli den besagten Artikel schrieb, schlummert eine 24W starke OxyLED Pflanzenlampe in meinem Sammelsurium. Damals befasste ich mich nur theoretisch mit dem Gerät und machte mir während dessen viel mehr Gedanken um die Art und Weise, wie ich das Leuchtmittel installiere und einsetze. Hierbei handelt es sich nämlich lediglich um eine Lampe mit E27-Sockel ohne jegliche Fassungen und Anschlussmaterial. Das Gerät in einer gewöhnlichen Hängeleuchte zu Betreiben, ist aufgrund des Gewichtes und der Größe des Kühlkörpers nahezu ausgeschlossen. Ich liebäugelte damals nämlich mit den klassichen eiförmigen Hängeleuchten des schwedischen Möbelhauses mit den vier Buchstaben, stellte aber fest, dass ich diese Idee schnell verwerfen sollte.

Nach der ernüchternden (oder freudigen?;) Feststellung, dass die Lampen von der Stange keine Option sind, erwachte das Bastlerfeuer in mir und ich baute ich mir aus Einzelteilen aus der Elektroinstallationsabteilung eines Baumarktes eine stabile Fassung samt Kettenaufhängung. Auf die Details zu den verwendeten Materialien werde ich nicht explizit eingehen, da der Aufbau a) relativ simpel ist und ein Nachbau bei Bedarf sicherlich auch „Frei Schnauze“ möglich ist und b) Ausreichend Kenntnis über die Materie Strom vorhanden sein sollte. Wer nicht weiß, was beim Umgang mit Strom zu beachten ist, sollte besser direkt die Finger davon lassen und ein fertiges Produkt kaufen. Ein Fehler kann der letzte sein!

 

Das Lampenkonstrukt schlummerte nun bis vor wenigen Tagen im Keller und geriet in der Zwischenzeit etwas in Vergessenheit. Da ich aktuell jedoch die Überwinterung meiner Exoten vorbereite, stieß ich in meinen Gehirnwindungen auf die Lampe und sah darin die Möglichkeit, das Teil endlich in Betrieb zu nehmen und mir ein Bild von dem Produkt machen zu können.

Über die Aufhängung der Lampe machte ich mir beim Zusammenbau keine Gedanken. Während des Aufbaus hing sie am Firstbalken meiner Hütte und ich konnte bequem auf Augenhöhe an ihr herumdoktorn – aber letztendlich ist sie ja für den Gebrauch im Wohnraum vorgesehen, wo sich bei mir leider keine all zu simple Möglichkeit der Befestigung findet. Die Installation an der Decke erschien mir von vornerein zu unflexibel. Schließlich möchte ich das Teil dort nutzen, wo ich es am nötigsten brauche und Bedarf mit der kompletten Installation in andere Räume wandern.

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Wie gut, dass man als geneigter Hobbyfotograf über diverse Lichtstative für den Studiogebrauch verfügt. Man nehme zwei davon, verbinde sie mit einer ausreichend langen Latte und hänge die Lampenaufhängung an selbiger via Haken auf. So viel als Kurzfassung zu meiner finalen Konstruktion zur Lampenaufhängung. Als Latte nutzte ich eine 28mm starke Dachlatte, von der ich mit der Kreissäge einige Millimeter abschnitt, um sie etwas zu verjüngen – das Teil im Normalzustand wirkte mir auch etwas zu plump auf den dünnen Blitzstativen. Naja, im Urlaub hat man ja genug Zeit für solch überflüssige Spielereien.

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Mit dem Forstnerbohrer fräste ich nun in regelmäßigen Abständen Löcher in die Latte. Wichtig hierbei: der Durchmesser sollte mit dem Durchmesser der Stativköpfe übereinstimmen UND natürlich nicht durch die Latte bohren, sondern knapp 5mm stehen lassen. Der Rest war simples Zusammensetzen: Hier ein Häkchen für die Kette, da eine Schraubklemme zum Aufhängen der Birne.

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Die Ansteuerung erfolgt über eine digitale Zeitschaltuhr, mit der sich verschiedene Intervalle programmieren lassen. Äußerst komfortabel und sehr zu empfehlen, wenn man nicht jeden Abend den Stecker manuell ziehen möchte.

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Für’s Foto baute ich mein Gestell am Fenster auf – praktischerwesie lässt es sich sogar hinter den Vorhängen verstecken. Super, oder? Naja, dies wird sicher nicht der finale Standort sein, für’s kurze Demonstrieren aber tauglich. Ich kann mir durchaus vorstellen, mehrere dieser Lampen auf diesem Rack aufzuhängen und das Konstrukt in den Keller zu verlagern, der im Winter eh als Pflanzengarage dient. Hier wäre die Beleuchtung von enormer Wichtigkeit und ich könnte feststellen, ob die OxeLEDs tatsächlich zur alleinigen Beleuchtung reichen.

Viel Spaß beim Nachbauen. Zeigt mir doch mal Eure Lichtinstallationen zur Überwinterung! ;-)

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