Passiflora im Überfluss – die bewurzeln aber auch zu gut!

Wenn es um Pflanzenvermehrung geht, setze ich gern den Begriff „Nachwuchs“ in Verbindung mit dem Namen der Pflanze in den Titel. Doch angesichts der neulich bestellten, dutzenden Passiflorasamen, hätte „Passifloranachwuchs“ sicherlich in die Irre geleitet und den Anschein erweckt, hier wäre schon etwas gekeimt – das ist leider noch nicht der Fall. Konkret geht es auch nicht um generativ – durch Samen – vermehrten Pflanzennachwuchs, sondern um vegetativ vermehrtes Pflanzenmaterial. Stecklinge.

Wer die Seite aufmerksam verfolgt, erinnert sich bestimmt an den Artikel über die 0,5l PET-Flaschen, in denen ich mir meine Passiflorastecklinge bewurzelte. Da diese Stecklinge mittlerweile mehr als genug Wurzeln schlugen und längere Standzeit im Wasser nicht mehr nötig war, wurden sie heute endlich eingetopft.

Bei den Pflanzen handelt es sich um Stecklinge von Passiflora edulis, die ich zum Ende des letzten Jahres von meinen damaligen einjährigen Jungpflanzen schnitt. Zeitnahe Blüten sind hierbei also nicht zu erwarten. Anders hingegen bei Passiflora caerulea ‚Constance Elliot‘, deren Mutterpflanze im letzten Jahr bereits blühte. Auch diese Stecklinge wurden im letzten Herbst geschnitten. Die Blüte von P. caerulea ‚Constance Elliot‘ ist mit der von P. caerulea identisch. Allerdings ist diese im Vergleich zu P. caerulea weiß und besitzt nicht den markanten Blauanteil von P. caerulea. Wer sich an P. caerulea schon sattgesehen hat, wird an ‚Constance Elliot‘ sicher große Freude haben.

Moral der Geschicht‘: Bewurzelung von Passiflora caerulea (und Sorten) und Passiflora edulis in Wasser ist problemlos möglich. Passiflora ligularis und P. quadrangularis hingegen bewurzeln trotz Bewurzelungshormon nicht – zumindest nicht in Wasser. Die Stecklinge treiben munter Blätter, aber untenrum tut sich seit Monaten gar nichts. Ob sich hier überhaupt was entwickelt, wage ich mittlerweile zu bezweifeln, allerdings gebe ich den Stecklingen noch etwas Zeit. Andere Bewurzelungsmedien werden ebenfalls getestet. Vielleicht wirkt banale Erde hier Wunder?

Wenn das Substrat orderntlich durchwurzelt ist, wandern die acht eingetopften Stecklinge von P. edulis, sowie 1-2 Exemplare von Constance Elliot, in meinen Tauschtopf. Wer Interesse hat und etwas anbieten mag, kann sich gern bei mir melden. Zudem besitze ich noch zwölf zweijährige Sämlingspflanzen von P. edulis, von denen ich ebenfalls einige zum Tausch freigeben möchte. Zum Saisonende wird es weitere Arten und Sorten geben, zudem arbeite ich noch an der vegetativen Vermehrung von P. ligularis und quadrangularis.

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Eine Antwort zu “Passiflora im Überfluss – die bewurzeln aber auch zu gut!

  1. Pingback: Passiflora ligularis: Stecklinge einfach und sicher bewurzeln. | Vegetation daheim·

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