professionelle Pflanzenetiketten erstellen

Als ich vor einigen Jahren meine Pflanzensammlung im hohen dreistelligen Bereich aufstockte, stand ich vor einem nicht unerheblichen Problem: wie gestalte ich die Etikettierung aller Exemplare einheitlich und ordentlich? Ich begann, verschiedene Etikettentypen und Pflanzenstecker auszuprobieren. Recherchierte sogar nach gravierten Metallschildern, wie sie in botanischen Gärten zu finden sind. Bin schließlich jedoch bei den klassischen, weißen, handgeschriebenen Plastiklaschen geblieben.

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Für mich stellte dies nur eine temporäre Notlösung dar, da ich mittelfristig mit einem Etikettendrucker arbeiten wollte. Wieso ich mir damals kein solches Gerät anschaffte? Wahrscheinlich habe ich mich mit den handschriftlichen Etiketten abgefunden und verwarf die Idee einfach.

Zeitsprung: letzte Woche waren meine Freundin und ich zum gemeinsamen Einkauf beim Discounter mit dem großen L. Schon fast rituell scannte ich die Wochenangebote aus der Non-Food Abteilung. Dieses mal fand ich einiges an Bürobedarf. Darunter auch Laminiermaschinen und.. Labeldrucker!

Eigentlich liebäugelte ich mit einer von diesen Laminiermaschinen, mit denen sich äußerst praktische Dinge anstellen lassen. Jedoch erinnerte mich meine Freundin an meine Problematik mit den Etiketten, die ich vor einigen Jahren über Monate zerdachte: „So ein Teil wolltest Du doch schon immer haben!“ – Chapeau! Der Frau kann man natürlich nicht widersprechen, wo sie Recht hat, hat sie Recht!

Bei dem angebotenen Modell handelte es sich um den P-Touch 1010 von Brother. Einen der kleineren Drucker dieser Serie. Für 20Euro auch eine eher banale Ausgabe für ein Teil, dessen Sinn und Zweck ich aktuell nicht mehr so ganz auf dem Schirm hatte. Nachdem ich daheim sämtliche Dinge mit eher überflüssigen Etiketten versah – die Namen meiner Katzen auf ihrer Futterbox war so ziemlich die sinnvollste Tätigkeit, die ich bis dato mit dem P-Touch machte, erinnerte ich mich an meinen ursprünglichen Verwendungszweck für diesen kleinen Drucker: Pflanzenetiketten!

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Pflanzenetiketten mit dem Labeldrucker

Zunächst einmal: Etiketten sind die Lebensaufgabe solcher Geräte. Diese beherrscht der Kleine auch recht souverän. Das Ergebnis ist zweckmäßig und macht einen stabilen Eindruck. Jedoch: die Tastatur ist in der ungewohnten ABC-Abfolge vorhanden. Wer die QWERT-Eingabe beherrscht, wird lange brauchen, um fließend zu tippen. Besonders bei botanischen Namen kann das schon schnell verwirrend sein. Doch mit etwas Übung meistert man auch diese Eigenart.

Da die Etiketten selbstklebend sind, lassen sie sich prima auf Pflanzenstecker und Etiketten aufkleben. Voila!

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Was jedoch an diesem Modell wirklich nachteilig ins Auge fällt und sich leider auch nicht umgehen lässt, ist der Bandverbrauch: mit jedem Ausdruck werden knapp 4 cm Überschuss produziert, die händisch abgeschnitten werden müssen. Zwar lässt sich dieser Überschuss mit der Einstelllung „Rand“ um etwa die Hälfte minimieren.. bedenkt man jedoch, dass auf einer Bandkassette nur 4m Etikettenband sind, macht der Überschuss einen nicht unerheblichen Teil des Ganzen aus.

Für eine komplexe Pflanzensammlung ist dieses Modell leider nicht rentabel. Für den sporadischen Gebrauch kann man allerdings auch mit dem kleinen P-Touch 1010 von Brother nicht viel verkehrt machen und professionell wirkende Etiketten erstellen.

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