Eigenbau einer Werkbank – gut Ding will Weile haben..

Hallo allseits! Momentan ist es hier im Blog etwas still geworden. Der Garten schlummert vor sich hin, das erste Laub wird gelb.. Themen, die ich jedes Jahr anspreche und mittlerweile eigentlich mehr als abgedroschen sind. Also worüber schreiben? Das fünfte Blütenbild von Gymnocalycium baldianum zu posten wäre auch nicht mehr soo spannend. Mittlerweile weiß sicher jeder Leser, wie die Blüte dieser Pflanze aussieht.

Heißt im Klartext: es gibt momentan nichts zu schreiben – sorry! Erschwerend kommt hinzu, dass meine einzige Tätigkeit im Garten (genauer gesagt im Gartenhaus) momentan ein DIY-Holzprojekt ist, das eher nicht ins Thema des Blogs passt und rein gar nichts mit Garten und Pflanzen zu tun hat. Nämlich der Bau einer Werkbank!

Und das Teil frisst Zeit – jede Menge Freizeit!

Zwar habe ich hier auch eine DIY-Kategorie, doch bezieht die sich eher auf Dinge, die auch im Garten angewendet werden. Von daher möchte ich das Thema Werkbank nur rudimentär anschneiden. Damit nun alle wissen, worüber ich hier sinniere, nun ein kurzer Überblick über meine aktuelle Freizeitbeschäftigung.

Ok, eine Werkbank? Wie kam ich eigentlich darauf, eine Werkbank zu bauen? Eine Frage, die ich mir momentan sicher öfter stelle. Brauche ich sowas? Die Antwort wäre jain. Ich brauche sie nicht unbedingt, doch ist es besser, im Notfall ein solches Teil zur Verfügung zu haben. Man bedenke nur, welch ein Akt es war, die Insektenhotels auf dem wackeligen Gartentisch zu bauen. Also ja, eigentlich brauche ich sie doch. Zumal ich sie so konstruiere, dass sie später auch als Thresen nutzbar ist. Für Gartenparties ein unverzichtbares Highlight!

Es fing an vor fast einem halben Jahr im Mai, als ich mit SketchUp herumspielte und erste Planungen zum Thema Werkbank machte. Die Theorie war schnell erdacht. Die Planungen fesselten mich so sehr, dass ich es kaum mehr abwarten konnte, endlich anzufangen und kaufte schließlich die ersten Kanthölzer. Da Konstruktionsholz nunmal als „sägerau“ verkauft wird, ist es im Rohzustand für den Möbelbau absolut nicht geeignet. Also mussten knapp 14m dieser Kanthölzer per Hand geschliffen werden – ja, per Hand. Auf die glorreiche Idee, mir eine neue Schleifmaschine anzuschaffen, kam ich damals noch nicht.

So vergingen die Monate und ich schliff, schliff, schliff und sägte zwischendurch auch mal. Bis ich mir im Juli endlich wieder einen elektrischen Schleifer zulegte, verbrauchte ich etliche Bögen Schleifpapier und spürte plötzlich Muskeln, von denen ich nicht glaubte, dass sie existieren. Vom Konditionsfaktor war die Handarbeit sicherlich gar nicht mal so verkehrt – nur eben verdammt unproduktiv.

Nachdem die Hölzer soweit alle geschliffen und zugeschnitten waren, vergingen wieder etliche Wochen. Ich konnte mich partout nicht dazu überwinden, aus dem Holzstapel das zu bauen, was ich mir in SketchUp so phantasievoll ausmalte. War ich überhaupt fähig dazu? Hatte ich mir ein Projekt aufgehalst, zu dem ich gar nicht im Stande war? Die Motivation sank und so strichen die Wochen dahin, bis ich mir im August eine Kreissäge anschaffte und das Projekt Werkbank abermals aufnahm.

Ab dem 18. August 2014 begann schlussendlich der finale Zusammenbau aller Kanthölzer. Von da an ging es stetig voran, so dass ich mittlerweile eine fast fertige und bereits verdammt stabile Werkbank mein Eigen nennen kann. Und das Beste daran: jeder Schritt geschah in reiner Eigenarbeit. Von der Planung bis zum Zusammenbau und dem anschließenden Ölen mit Leinölfirnis.

Was nun noch fehlt sind: eine stabile Arbeitsplatte und ein viertüriger Unterschrank im unteren Bereich. Auch hier kommt natürlich nur Eigenarbeit in Frage. Für die Nutzung als Thresen könnte ich mir eine abnehmbare Verkleidung aus Holzpaneele vorstellen. Alles andere wäre schließlich doch etwas zu rustikal!

Es ist ein schönes Gefühl, ein solches Projekt von der Planung bis zum Zusammenbau wachsen zu sehen. Das erinnert mich fast an die Pflanzenaufzucht! :)

Aufgrund der eher nicht vorhandenen Themenrelevanz möchte ich das Projekt hier nicht weiter dokumentieren. Für Fragen und Anregungen stehe ich jedoch jeder Zeit bereit.

Weils so schön ist, nochmal die Totale im jetzigen Zustand :D

ps.
Bei 2,04m Körpergröße sind 1,10m Arbeitshöhe sehr angenehm und rückenfreundlich. Daher die unkonventionelle Höhe des Teils. (..Falls nun jemand die Maße des 3D-Modells unter die Lupe genommen hat ;)

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5 Antworten zu “Eigenbau einer Werkbank – gut Ding will Weile haben..

  1. Hallo Ben, super Idee eine eigene Werkbank zu bauen. Ich habe eine ähnliche Körpergrösse wie Du. Wäre es möglich mir die Zeichnungen und eine Mateialliste der Werkbank zuzusenden. Ich möchte mein eigenes Projekt damit starten.

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