Bau eines weiteren Insektenhotels

Die Planungen für ein weiteres Insektenhotel stehen schon seit geraumer Zeit. Spätestens seit Beginn des Bauerngartenprojektes war mir klar: ich brauche ein zweites Insektenhotel. Nachdem mein erstes selbstgebautes Insektenhotel nun fleißig bezogen wird, wollte ich diesmal ein neues Design wagen. Zudem soll das neue Insektenhotel nicht all zu groß werden. Auch die Befüllung des Hotels ist diesmal nicht dem Zufall überlassen, sondern steht nun bis ins letzte Detail fest.

insektenhotel2_planung

So plane ich im oberen Drittel Behausungen für Schmetterlinge, Florfliegen und Marienkäfer. Die ganze Zeile wird durch ein geschlitztes Brett verdeckt. Die Eingänge für die Käferbehausungen liegen rückseitig.  Die unteren beiden Drittel werde ich in drei Spalten aufteilen. Das mittige Fach wird mit Tannenzapfen befüllt, links und rechts werden angebohrte Holzstücke und Baumscheiben untergebracht, die gern von Wildbienen bezogen werden.

Eine weitere Änderung zum ersten Insektenhotel: bei diesem Projekt verwende ich keine Holzreste, sondern neue Latten aus dem Baumarkt. Das fertige Insektenhotel wird also keine Patina tragen. Auch bekommt dieses Insektenhotel eine Rückwand aus einer dünnen MDF Platte, wie man sie auch von Regalen, Kommoden und Schränken kennt.

Aber nun zum Entstehungsprozess: Alles begann damit, dass ich mir die vorhandenen Latten zurechtlegte. Konkrete Vorstellungen zur Art und Weise des neuen Insektenhotels hatte ich zu Beginn noch keine. Nur hängen sollte es, das war mir klar. Nach einigem Überlegen entschied ich mich eine Latte (200cm x 10cm x 2cm) in zwei Stücke zu je 55cm und zwei weitere zu je 45cm zu zersägen. Die Außenmaße von 55cm x 45cm standen somit fest.

Auch wollte ich dieses Mal auf ein Spitzdach verzichten. Stattdessen entschied ich mich für ein nach vorn geneigtes Dach. Dazu sägte ich mir 5 Paneelstücke zu je 15cm Länge zurecht und schraubte diese auf eine 55cm Latte.

Im nächsten Schritt wurden die Seitenteile entsprechend auf Gehrung geschnitten. Den Winkel wählte ich willkürlich, allerdings zeigte das Geodreieck beim späteren nachmessen knapp 70°. Nachdem alle kanten entgratet und geschliffen waren, legte ich mir das Dach, die Seitenteile und das Bodenteil auf dem Fußoden zurecht und verschraubte die Konstruktion mit 5×50 Edelstahlschrauben.

Mit Parallelanschlag und geneigter Stichsäge schnitt ich anschließend die hintere Kante des Daches im entsprechenden Winkel bündig zu den Seitenteilen ab. Dummerweise verließ ich mich zu sehr auf den Parallelanschlag und merkte leider erst viel zu spät, dass ich damit eine einzige Wellenlinie produzierte. Startete ich noch bei 14,5cm, lag das Ende irgendwo bei 13cm. Ein so verhunztes Dach war leider nutzlos und sah obendrein völlig beknackt aus. Mein Plan zur Rettung war simpel wie effektiv: Mit Holzleim und Schraubzwingen setzte ich das just abgesägte Stück wieder an, zeichtete mir dieses Mal die exakte Schnittführung auf, ohne mich auf den Parallelanschlag zu verlassen und sägte nun Freihand erneut. Warum nicht gleich so?

Zum Schluss schraubte ich noch eine Dachlatte bündig an die oberste Kante. Daran werde ich das Insektenhotel später aufhängen. Zudem wirkt die Dachlatte als Abstandhalter zur Wand, so dass durch den dadurch entstehenden Spalt Marienkäfer und Ohrenkneifer von hinten ins Insektenhotel gelangen können.

insektenhotel2_07To be continued..

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