die erste Amtshandlung des Jahres: Schilfschnitt.

Beim Durchblättern von artverwandten Beiträgen auf dieser Seite merkte ich just, dass ich mit dem diesjährigen Schilfschnitt doch etwas sehr früh dran war, schnitt ich es sonst erst gegen März. Nichtsdestotrotz tut dies den Pflanzen keinen Abbruch, wuchern sie doch Jahr für Jahr wie Unkraut und wirken ab Herbst alles andere als ansehnlich, wie sie mehr tot als lebendig den Garten und die umliegenden Flächen mit ihren scharfen, langen Blättern verpesten. Eben letzteres wurde in den letzten Wochen zur Plage, so dass ich mich nun schon entschied, das tote Pflanzenmaterial zu entfernen. Kärchern könnte ich beim Anblick der Bilder auch wieder, aber zur Zeit macht dies noch wenig Sinn und kann bis zum Frühling warten.

Chinaschilf hat die Eigenschaft, mit grandioser Vielseitigkeit zu glänzen. In großen Mengen bietet die Pflanze hervorragendes Ausgangsmaterial zur Vergasung in Biogasanlagen. In kleineren, haushaltsüblicheren Mengen, wie man sie in Gärten eher findet, mag diese Verwendung zwar nicht in Frage kommen, doch lässt sich der vermeintliche Abfall auch hier sinvoll nutzen.

Sind die Stangen ersteinmal von ihren scharfkantigen Blättern befreit und ordentlich durchgetrocknet,  hat man mit ihnen einen wertvollen Rohstoff gewonnen. Ob Sichtschutzmatten, Bastelmaterial, Rankgerüste oder einfach nur als Stützstäbe für Stecklinge – der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

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4 Antworten zu “die erste Amtshandlung des Jahres: Schilfschnitt.

  1. Stimmt, wenn die Halme alt genug sind, kann ich mir das auch eher vorstellen. Ich hatte auf dem Hochbecken ja teilweise mal bis zu 3m hohes Schilf. Nur kürze ich es inzwischen mehrmals im Jahr, da es uns sonst die Sicht zu den Rosen hinter dem Teich versperrt. Daher sind die Halme dann dünner und eben nur noch als Shreddermaterial zu nutzen.
    Außerdem gehe ich davon aus, dass die Filterwirkung vom Schilf besser ist, wenn es auch im Sommer mal teilweise gekappt wird …

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  2. Ich habe mein Chinaschilf bereits im Dezember geschnitten, wobei ich echt spät dran war. Normalerweise schneide ich es schon im Oktober/November. Anfangs habe ich es erst im Frühjahr geschnitten, doch da diese Pflanze eh wie Unkraut wächst, habe ich keinen Unterschied feststellen können. Die Blätter sind im Winter wirklich keine Zierde.
    LG Sarah

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  3. Also wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, dann wäre unser Schilf am Teich jetzt auch schon einen Kopf kürzer. Ich mache es meist davon anhängig wann es unansehnlich wird. Und das war etwa nach Weihnachten der Fall, als die Stürme die Blätter davon wehten. Es gab aber auch Jahre wo Blätter und Halme länger gut aussahen. Nur habe ich es dann meist einfach durchgeshreddert. So stabil, dass ich etwas damit anfangen könnte, kamen mir die Halme eigentlich nie vor …
    VG Silke

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    • Schön zu erfahren, wie es anderswo gehandhabt wird. Hielt mich schon für arg früh in diesem Jahr.
      Häuser wird man aus den Halmen sicherlich nicht bauen können, allerdings nutze ich sie seit JAhren sehr erfolgreich als Rankhilfe und Stützen. Allerdings muss ich der Fairness halber erwähnen, dass sicherlich nicht alle Halme dazu geeignet sind. Die Ergiebigkeit der diesjährigen „Ernte“ lag bei knapp über 50%. Ist aber sicherlich auch Abhängig von vielen Faktoren..

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