da hat sich doch tatsächlich ein Pekannussbaum versteckt..

pekannusssaemling_210713

Wie jedes Jahr zum Frühling, packte mich auch dieses Jahr die allgemeine Aussaatwut. Damit meine ich nun nicht, die hier akribisch dokumentierten Aussaaten von exotischen Raritäten, sondern viel mehr das beiläufige Vergraben von völlig gewöhnlichen Dingen. In dem Falle: Übriggebliebene Nüsse aus der Weihnachtszeit. Darunter jeweils knapp eine handvoll Erdnüsse, Walnüsse, Pekannüsse und Haselnüsse.

Nachdem meine zweijährige Hasel den letzten Winter nicht überlebte, lag mir natürlich viel daran, durch diese „Aussaat“ einen würdigen Nachfolger zu gewinnen. Allerdings ist es mit Nüssen wie mit Steinobstkernen: man wartet am Besten erst gar nicht auf die Keimung und vergräbt sie sinnvollerweise dort, wo man sie vergisst und sie im Idealfalle nicht dem Unkrautjäten zum Opfer fallen. Soll heißen: Einige keimen früher, andere später – viel später. Und wenn man natürlich Sehnsüchtig auf die ersten Sämlinge wartet, passiert nunmal in absehbarer Zeit.. nichts. Kennt man ja..

Leider klappte das Vergessen bei mir nicht und so schaute ich wöchentlich unter der Magnolie nach. Bis auf wenige eindeutig identifizierbare Wildkräuter ließ sich allerdings rein gar nichts blicken, was auch nur annähernd den vergrabenen Samen entsprach. Eines Tages dann schließlich die Entdeckung. Nein, gekeimt war natürlich nichts. Doch hat -zu meinem Schreck- ein hungriges Nagetier den leckeren Nussvorrat für sich entdeckt und noch vor Ort alle Erd- und Haselnüsse verputzt. Von ihnen blieb rein gar nichts, außer ihrer Schale. Auch Wal- und Pekannüsse ließen sich in dem ausgehobenen Erdloch nicht mehr wiederfinden und so ließ ich – sprichwörtlich – Gras über diese Sache wachsen.

Wie so oft war es der Zufall, der mir heute eine recht interessante Entdeckung bescherte. Da ich eh das nahegelegene Erdbeerbeet vom Wildwuchs befreite, erschien es mir nur zu sinnvoll, auch den Bereich unter der Magnolie ein wenig aufzuräumen. Und da stand es: ich wusste nicht, was es war, doch es war ein kleines Bäumchen, welches sich natürlich sehr von seinem Umfeld, bestehend aus Schachtelhalm, Gras und Löwenzahn, unterschied. Vorsichtig schob ich die Schaufel in die Erde und legte das Gewächs frei. Die Pekannuss am anderen Ende der Pflanze brachte schließlich Aufklärung. Ein Pekannusssämling! Wie lang er schon dort stand, vermag ich nicht zu sagen. Durch den eher suboptimalen und fast völlig dunklen Standort unter der Magnolie, ist das Pflänzchen recht dürr und vergeilt, doch hat es sich bereits verzweigt. Mit genügend Erde aus seinem alten Standort landete der Sämling schließlich in einem Topf, in dem er hoffentlich weiter wächst.

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5 Antworten zu “da hat sich doch tatsächlich ein Pekannussbaum versteckt..

  1. Das ist eine tolle Entdeckung. Alles was ich schon an Kernen und Nüssen versucht habe zu züchten, hat grundsätzlich nicht geklappt. Nutze den tollen Fund. Bin mal gespannt wie es weitergeht. Beste Grüße, Marianna

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  2. Dann wird das Bäumchen die Umpflanzaktion hoffentlich danken und kräftig weiterwachsen.
    Bei uns im Schulgarten entdecken wir jedes Jahr etwa zehn Walnusssämlinge. In einem Nachbargarten steht ein alter Nussbaum. Von diesem schleppen offenbar Tiere einen Vorrat zu uns, der dann im Frühling keimt.
    Liebe Grüße Helga

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    • Na, das will ich doch auch hoffen, deshalb habe ich es schließlich gesät. :)
      Sämlinge in einem Schulgarten sind doch auch eine super Sache, so bekommen die Schüler einen guten Draht zur Natur, könnte ich mir vorstellen!

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  3. Wow, das ist ja toll! Zur Hasel… bei uns verbreiten sich die Haselnuss-Bäume wie verrückt, sogar auf dem Komposthaufen wachsen sie. Ich vermute, die Eichhörnchen verstecken die Haselnüsse überall.

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    • ..und dann vergessen die kleinen Strolche, wo sie ihre Nüsse vergruben. Leider sind meine pelzigen Gartenmitbewohner nicht soo vergesslich (oder es gibt hier einfach zu wenige), deshalb muss ich leider selbst Eichhörnchen spielen und Nüsse vergraben.

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