Gestatten: Passiflora ligularis & quadrangularis

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Eher beiläufig erwähnte ich zu Beginn der diesjährigen Aussaat die Passionsblumen, welche ich nach der Saat im März nicht weiter im Blog behandelte. Geprägt durch niedrige Keimquoten und mageres Wachstum, fristeten die Pflanzen eher ein Schattendasein zwischen den diesjährigen Überfliegern.

Erfahrungen mit der Saat von Passionsblumen hatte ich bislang noch keine und so tendierte ich dazu, diese Pflanzen von vornerein mit der blauen Passionsblume (Passiflora caerulea) zu vergleichen. Ein ziemlicher Fauxpas, da schon allein die Blattformen mehr als unterschiedlich sind. Besitzt die caerulea handförmige Blätter, ist es bei ligularis und quadrangularis eine elliptische Form, welche mich im ersten Augenblick eher an Winden erinnerte und die Skepsis noch ein wenig steigerte.

Von Insgesamt 20 Samen (10 pro Sorte) sind lediglich 6 gekeimt. Mittlerweile hat sich aber auch diese Anzahl dezimiert, was nun am heutigen Tage exakt eine Passiflora quadrangularis sowie drei Passiflora lingularis ergibt. Besonders der Wegfall der zweiten quadrangularis fuchst mich doch sehr, da ich es bevorzuge mindestens zwei Pflanzen von jeder Art zu halten.

Alles in allem enttäuscht mich das Ergebnis. Doch fehlen mir hier persönliche Erfahrungen und Vergleichswerte im Bezug zu Keimquote und Wachstum nach der Keimung. Von daher werde ich nicht spekulieren, ob diese Pflanzen tatsächlich rückständig sind oder doch dem Durchschnitt entsprechen. Ein weiterer Vergleich mit meiner dreijährigen Passiflora caerulea wäre allerdings in vielerlei Hinsicht unfair den Sämlingen gegenüber.

Im Zuge der obligatorischen Anzuchtsmaßnahmen pikierte ich die Pflanzen heute und setzte sie in 10cm Töpfe. Das Substrat des Anzuchttrays war allerdings meilenweit davon entfernt, durchwurzelt zu sein. Bleibt zu hoffen, dass die Pflanzen im neuen Substrat besser gedeihen. Um Verwechslungen auszuschließen, steht die quadrangularis nun im roten Topf. Der Rest ist logischerweise Passiflora ligularis.

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4 Antworten zu “Gestatten: Passiflora ligularis & quadrangularis

  1. Davon sind meine noch meilenweit entfernt :(

    Ich war ja seit je her ein Fan von den Blüten (Maracuja esse ich aber auch gerne), habe aber bisher immer von Passiflora Abstand gehalten. Dieses Jahr habe ich groß ausgesät, auch weil ich hier davon gelesen habe. Leider habe ich ähnlich wie du schlechte Keimquoten gehabt.

    Von der P. caerulea ist gerade mal eine gekeimt, bei den P. mollissima haben ein paar das Pikieren überlebt und sind jetzt im Tomatenhaus.
    Im Haus stehen jetzt noch Nachzügler von P. edulis und P. ligularis, im durchsichtigen Joghurtbecher und sie wachsen kaum, welken teilweise (trotz genug Wasser – vielleicht ja auch zuviel?) bzw. man sieht deutlich, dass es keine große Wurzelbildung gibt.
    Ich fürchte fast, dass meine lieben Freunde Trauermücken wieder unterwegs sind und die Verwelkenden sind die ersten Opfer… und das Pikieren wird erfahrungsgemäß weitere fordern.

    Beim gestrigen Baumarktbesuch habe ich zwar wieder geguckt, aber von der besseren Hälfte wurde mir die Mitnahme einer „Trostpflanze“ untersagt ;)

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      • Ganz ehrlich, ich war zu mutig und hatte sie im Herbst zu lange draußen, das haben sie nicht überlebt (ich habe die ersten Nachtfröste unterschätzt). Inzwischen habe ich neue Passifloras, die aber nicht aus Samen gezogen wurden und die jedes Jahr blühen (und im Haus überwintern).

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