Was war, was wird, was ist.

Momentan ist es im Blog etwas ruhig. Trotz der Hochsaison der Aussaaten und Keimungen habe ich mittlerweile meinen Rhythmus verloren und neue Artikel lassen auf sich warten. Was ist los? Keine Bange, alles ist gut. Diese Seite ist nicht dem Untergang geweiht, ich bin auch nicht krank oder untergetaucht.

Nun ist eben die Hochsaison auch der Grund, für die momentane Stille: Seit einiger Zeit arbeite ich in einem Pflanzenzuchtbetrieb, der natürlich saisonbedingt momentan große Mengen an Pflanzen ausliefert. Für die nächsten vier bis sechs Wochen ist die Freizeit noch relativ knapp bemessen, danach kehrt erstmal wieder ein wenig Ruhe ein.

Allerdings gab es in den letzten Tagen doch einiges, das ich knipste und – neben der Arbeit – auch erlebte. Allerdings sind dies lediglich fetzen, für die es sich nicht lohnt, jeweils einen eigenen Artikel zu verfassen. Demnach wird dieser Artikel ausnahmsweise ein Sammelsurium von rein persönlichen Eindrücken, die mir in den letzten Tagen über den Weg liefen.

Letzte Woche Samstag statteten meine Freundin und ich dem botanischen Garten Duisburg Hamborn einen Besuch ab. Zuletzt sahen wir den Garten im letzten Sommer, als sich das Areal im regen Wandel befand und Umbaumaßnahmen das Gesamtbild prägten. Im Gegensatz zum alten botanischen Garten in Duisburg Duissern, ist der neuere in Hamborn mit Pflanzenschauhäusern ausgestattet. Aufgrund der Baumaßnahmen waren diese im letzten Jahr allerdings noch nicht zugänglich und man konnte nur erahnen, was sich im innern verbarg.

Eher spontan entschieden wir uns also am letzten Samstag erneut hinzufahren und siehe da: die Umbaumaßnahmen waren abgeschlossen, der Garten wieder komplett zugängig. Allerdings war der Ausflug dennoch nicht von Erfolg gekrönt. Der langersehnte Besuch der Pflanzenhäuser fiel dennoch aus. Diesmal waren es die Öffnungszeiten der Pflanzenhäuser, die uns einen Strich durch die Rechnung machten. Enttäuscht zogen wir von Dannen und verweilten noch ein wenig im Park, der zwar klein, aber dennoch ein wunderbares Einod ist – wäre nur nicht der Lärm der nahegelegenen A59.

Auch wenn der heimische Garten natürlich längst nicht mit der Pflanzenvielfalt eines botanischen Gartens aufwarten kann, ist er natürlich einiges ruhiger und gemütlicher. Durch die momentan recht knappe Freizeit fallen somit auch kleinere Veränderungen bewusster auf. Seit Beginn der letzten Woche strahlt der Kirschbaum in voller Pracht. Gleiches bei Kamelie, Magnolie, Schneespiere, Weißdorn, Pflaume und co. Leider habe ich es nur geschafft, Kirsche und Kamelie im Bild zu verewigen.

Mit dem Frühling startet natürlich auch die Gartensaison. Die Beete und Pflanzen habe ich schon vor einigen Wochen fit für den Frühling gemacht. Allerdings will man ja selbst im Garten sein und ihn im Sommer als Freiluftwohnzimmer nutzen. Da kann es den Pflanzen noch so gut gehen. Wenn die Terrassen und Wege immer noch den Winterschmutz feil bieten, will Gemütlichkeit natürlich nicht so recht aufkommen. Von daher wurde heute der Hochdruckreiniger geschwungen und alle Steinflächen akribisch vom Schmutz der Wintermonate befreit. Besonders lohnenswert war der Einsatz auf der Hauptterrasse, bei der  die Kontraste sofort ins Auge fielen.

Jetzt da die Terrassen wieder sauber sind, war es auch an der Zeit, die Tische und Stühle wieder hervorzuholen. Vielleicht wird man dort im Sommer Cocktails aus Kokosnüssen schlürfen? Das wäre sicherlich ein Verwendungszweck, für meine Kokosnuss, die ich letzte Woche ein wenig aufpolierte. Um ehrlich zu sein, hatte ich gar keinen Hintergedanken, als ich die Nuss aufbohrte und polierte. Ich wollte wahrscheinlich lediglich eine Kokosnuss auf umständlicher Art und Weise – und möglichst zeitaufwändig – öffnen. Das ist mir sicherlich gelungen. Die Nuss blieb ganz und Zeit habe ich nicht zu wenig investiert. Eigentlich dekadent, angesichts der momentan eh schon knappen Freizeit. Aber das Ergebnis hat sich gelohnt, die Nuss ist ein wahrer handschmeichler geworden.

Um an das Kokoswasser zu gelangen, bohrte ich die drei Augen mit dem 12mm Bohrer auf. Mit Stechbeitel und Hammer öffnete ich vorsichtig den Kopf an den vorher gebohrten Löchern und entfernte das Kokosmark mit einem Löffel. Anschließend wurde das Loch mit dem Dremel rundgeschliffen und die faserige Außenhaut der Kokosnuss mit dem Deltaschleifer glatt geschliffen. Hierbei verwendete ich die übliche Reihenfolge an Schleifpapierstärken: 40 – 60 – 80 – 120. Als Finish trug ich mehrere Lagen Leinöl auf und polierte anschließend mit einem Baumwolllappen.

Was ich nun konkret mit der Nuss machen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht hat jemand Ideen?

Zu guter Letzt noch ein Schnappschnuss von der Arbeit. Dort wimmelt es aufgrund des feucht-warmen Klimas von Kröten und Eidechsen.

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Eine Antwort zu “Was war, was wird, was ist.

  1. Wenn du die Kokosnuss geschützt hinhängen kannst, hätte ich ein “ Eyecatcher-Insektenhotel“ draus gemacht…mit Holzwolle o. Ä. befüllt, werden zumindest die Ohrenkneifer sich bestimmt freuen…

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