Feigensämlinge, Ficus carica, ca. 4 Monate alt

Die diesjährigen Sämlinge gerieten ob meiner akuten Sukkulentenobsession leider irgendwie in Vergessenheit. Nicht nur auf dem Blog, sondern auch im Garten, wo sie seit einigen Monaten Wind und Wetter ausgesetzt waren und in ihrem Anzuchtgefäß vor sich hin vegetierten. Das Pikieren nahm ich dieses Jahr nicht so ernst, was dazu führte, dass ich im Juni sechs Sämlinge pikierte, die restlichen allerdings weiterhin in ihrer Schale vergaß.

Schon im Juni, als ich die erste Fuhre pikierte, waren die Sämlinge äußerst komplex miteinander verwurzelt. Zwar konnte ich sie mit sanfter Gewalt schlussendlich doch lösen, doch hatte ich kaum mehr Hoffnung, dass überhaupt eine Pflanze die Tortur überleben würde. Keine zwei Tage nach dem Pikieren, hingen alle Blätter schlaff herab und starben ab. Auch die Stämmchen der Pflanzen wirkten nicht mehr vital. Doch irgendwie, die Hoffnung war längst aufgegeben, erholten sich alle sechs Sämlinge schlagartig und trieben erneut aus.

Mittlerweile sind rund sechs Wochen vergangen und die Sämlinge sind nicht wieder zu erkennen! An den ersten exemplaren sind bereits die typische geformten Feigenblätter zu erkennen. Zudem verholzen die Stämmchen langsam aber sicher.

Nach den guten Nachrichten packte mich doch noch die Hoffnung – und vor allem das Interesse – auch die restlichen Sämlinge zu pikieren. Mit sanftem Wasserdruck ließen sich die Wurzeln relativ leicht trennen. Die ersten 24 Stunden verbrachten die frisch getrennten Sämlinge komplett im Wasser. Danach ging es in eine Multitopfpalette, in der sie erstmal Wurzeln schlagen sollten.

Nur wenige Tage später geschah auch hier das gleiche Spiel, wie bei den ersten sechs Sämlingen: jegliches Leben schien ihnen entwichen zu sein. Doch auch hier erholten sich einige Pflanzen. Zwar nicht die volle Charge, doch mehr als ausreichend, um sie groß zu ziehen!

Die Anzucht und Pflege der Pflanzen ist sehr einfach, doch angesichts der hohen Keimquote, sollte man jeden Samen einzeln säen, um beim Pikieren nicht zu viel Schaden anzurichten. Multitopfplatten sind hierzu prädestiniert. Aus Fehlern lernt man!

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