das Tagpfauenauge zu Besuch im Garten

Gestern ließ sich ein ausgesprochen seltener Gast im heimischen Garten zur Rast nieder. Das Tagpfauenauge ist zwar einer der häufigsten Schmetterlinge in unseren Breiten, doch ist dies das erste Exemplar, das mir in dieser Saison vor die Linse hüpfte! Ruhig, nahezu totenstill saß der Schmetterling mit geöffneten Flügeln im Gras und fiel durch seine intensive Farbgebung bereits aus großer Distanz ins Auge. Ein prächtiges Tier, das sich bereitwillig aus der Nähe betrachten ließ, eh es elegant und leichtfüßig wie eine Elfe in die nahegelegene Thujenhecke flog.

Die Färbung des Tagpfauenauges ist ein Paradebeispiel der Irreführung. Mit geschlossenen Flügeln verbringt es die Zeit meist sitzend und fällt durch seine braunen Flügelunterseiten kaum auf. Nähert sich jedoch Gefahr, reißt das Tagpfauenauge die Flügel ruckartig auf und gibt dem Angreifer sein auffälliges Muster preis. Durch die runden Punkte wird dem Feind vorgegaukelt, in das Antlitz eines großen, gefährlichen Tieres zu blicken, woraufhin er sich im Idealfalle verwirren lässt und vom Tagpfauenauge Abstand hält.

Ob sich dieser Flattermann nur ausruhte, sonnte oder mich tatsächlich als Feind sah, weiß ich nicht. Da er bereits aus einigem Abstand durch seine leuchtend bunten Farben auffiel, schließe ich letzteres einfach mal aus.

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