Installation einer schaltbaren Außensteckdose

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Eine Pumpe im Regenfass macht noch keinen Sommer – oder so in der Art. Um die Pumpe sinnvoll zu nutzen bedarf es, meinen Anforderungen zugrundelegend, allerdings einer schaltbaren Außensteckdose. Grund des Ganzen: ich hätte gern ein wenig mehr Komfort im Garten. Diesen Komfort konnte man natürlich nicht erreichen, wenn man zum Wasser nehmen, erst einmal die 10m lange Zuleitung der Pumpe abwickeln und im Gartenhaus einstöpseln musste. Unter den Umständen hätte ich es auch dabei belassen können, die Gießkanne direkt ins Fass zu tauchen, wie ich es noch in pumpenlosen Zeiten zu tun pflegte.

Da das Regenfass hinterm Gartenhaus steht, plante ich die Steckdose im regengeschützten Dachbereich, in unmittelbarer Nähe zum Fass. Von dort sollte eine Leitung an der Seitenwand des Hauses zu einem Schalter führen, der die Pumpe bei Bedarf komfortabel ein- und ausschaltet. Als Schmankerl sollte dieser Schalter bei Betrieb der Pumpe leuchten.

Achtung: Dies dürfte wohl der themenfremdeste Artikel auf Vegetation daheim sein, den ich bis dato veröffentlichte.

Kontrollausschaltung im Schema (Quelle: http://eltechnik.50webs.com/grundschaltung.htm)

Als Schaltung kam für diese Anforderungen nur die Kontrollausschaltung in Frage.

Kontroll-“ weil, der Schalter ein sogenannter Kontrollschalter ist und durch ein Glimmlämpchen über den Betriebszustand des geschalteten Verbrauchers informiert. Dazu ist ein dritter Draht von Nöten, der zusätzlich zur Phase (L) auch den Neutralleiter (N) in den Schalter legt.

„-ausschaltung„, weil diese Schaltung die Phase zum Verbraucher öffnet oder schließt, diesen somit an- oder ausschaltet.

Soviel zur Theorie.

Der praktische Teil begann damit, als ich Samstag den Baumarkt des Vertrauens aufsuchte, um die benötigten Bauteile zu besorgen. Im Wagen landeten:

  • 2x Abzweigdosen (Aufputz, IP54)
  • Feuchtraumsteckdose (Aufputz, IP44)
  • Feuchtraumkontrollschalter (Aufputz, IP44)
  • 2x Lüsterklemmen
  • Schukostecker
  • Holzschrauben
  • 3x Kabelkanal (15x15x2000mm)

Kabel fanden sich sogar noch in ausreichender Menge im Haus, so dass der sonntäglichen Bastelei nichts mehr im Wege stand.

Um die Schaltung nicht permanent am Netz zu lassen, plante ich das ganze Konstrukt per Schukostecker bei Bedarf an die vorhandenen Steckdosen anzuschließen. Da sich eine steife Leitung, wie sie zur Installation verwendet wird, für diesen Zweck nicht eignet, bot sich eine alte Gartenverlängerungsleitung an, von der ich ein Stück abschnitt.

Die eigentlichen Arbeiten am Gartenhaus begannen damit, dass ich die rückseitige Dachverkleidung löste, um die Steckdose direkt an die Dachpanele zu schrauben. Mit dem 12mm Bohrer bohrte ich ein Loch durch die überstehenden Enden der Gartenhausplanken. Durch dieses Loch zog ich die verwendete fünfadrige Leitung.

Die erste große Hürde stellte der Kabelkanal dar, den ich so hoch wie möglich an der Seitenwand des Gartenhauses anbringen wollte. Bedingt durch die Höhe, in Verbindung mit der Nähe zum Dach, blieb somit kaum Platz, um die Schrauben ins Holz zu drehen. Glücklicherweise erinnerte ich mich noch an meine Miniratsche, die mit etwas Fummelei und Geduld tatsächlich recht gut in dem schmalen Bereich agieren konnte. Nach etlichen Flüchen und einer geschätzen Stunde später, saß der Kabelkanal endlich stabil auf der Holzplanke.

Am Ende des Kabelkanals setzte ich die erste Abzweigdose. Durch die drei Öffnungen der Dose legte ich die Leitung zur Steckdose, eine senkrechte Leitung zum Kontrollschalter und eine weitere, senkrechte Leitung, welche auf der Höhe der 7. Planke ins Gartenhaus führt.

Da in der Ecke für gewöhnlich eh ein Schränkchen steht, wird man später von dem „Wanddurchbruch“ und der Abzweigdose nichts mehr sehen. Lediglich das schwarze Kabel wird bei Bedarf in die Steckdose gesteckt.

Fehlt nur noch der Schalter – der zentrale Punkt der Kontrollausschaltung. Dummerweise erwischte ich ein Modell, welches ohne Kontrollleuchte geliefert wurde. Das Teil geht die Tage noch retoure, in der Hoffnung, diesmal ein vollständiges Modell zu erwischen.

Die Leitung zum Schalter ist aus Sicherheitsgründen logischerweise noch nicht angeschlossen. Ein erster Probelauf lief fehlerfrei und zufriedenstellend. Die Verdrahtung habe ich zur Sicherheit nochmal durchgemessen. Die Leitung zum Gartenhaus ist obligatorischerweise mit einem FI abgesichert.

Somit wäre der elektrische Anschluss der Pumpe fertig. Um komfortabel Wasser zu nehmen, fehlt aber immer noch eine Kleinigkeit am Regenfass: ein Wasserhahn, oder wie ich es mir vorstelle: ein altertümliches Waschbecken.

Nachtrag (01. Juli 2014): Habe heute endlich einen intakten Schalter mit Kontrolllämpchen bekommen. Das Teil wurde heute Abend sofort eingebaut. Die Belegung der Kontakte war recht einfach und so konnte ich die komplette Installation nach gewissenhaftem Durchmessen heute noch in Betrieb nehmen.

Es ist wirklich praktisch: einfach den Schalter drücken und das Wasser läuft. Zudem leuchtet die Kontrolllampe im Schalter, sobald die Pumpe in Betrieb ist. Genau so wollte ichs haben!

Nachbau auf eigene Gefahr!!!

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Eine Antwort zu “Installation einer schaltbaren Außensteckdose

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