Hydrangea macrophylla – Blütenwunder Hortensie

An (Bauern-)Hortensien mangelte es hier noch nie, brachte und bringt meine Oma schließlich seit je her regelmäßig solche Pflanzen mit. Doch habe ich die Faszination in ihnen erst sehr spät entdeckt.

Bauernhortensien langweilten mich schon als Kind, sah ich sie schließlich als altbackene, spießige Pflanzen an, denen ein leicht schrulliger Hauch anhaftete. Mit Bauernhortensien assoziierte ich sterile Vor- und chaotische Bauerngärten. Aber sah ich in ihnen auch Diven, die im heimischen Garten nie ein zweites Mal blühen wollten und grundsätzlich im zweiten Jahr nur noch durch üppiges Grün glänzten.. Doch lag dies meist an zu gut gemeinter falscher Pflege und Fürsorge.

Obwohl Bauernhortensien eher nur bedingt winterhart sind, werden sie hier mittlerweile behandelt wie einheimische Gehölze und bleiben das ganze Jahr über im Garten. Im Grunde sind sie robuster, als es der Ruf, der ihnen vorauseilt, vermitteln mag. Lediglich beim Schnitt reagieren sie zimperlich, kann ein falscher Schnitt zur falschen Zeit darüber entscheiden, ob die Pflanze im nächsten Jahr blüht oder nicht. Erwähnenswert sei hier, dass Bauernhortensien an den Trieben blühen, die im Vorjahr gebildet wurden. Wer hier voreilig schneidet, wird logischerweise keine Blüten bekommen.

Unsere Bauernhortensien werden seit einigen Jahren schon gar nicht mehr geschnitten. Welke Blüten und Blätter werden lediglich ausgebrochen, bis der Herbst ihnen schließlich das restliche Laub raubt. Im Frühling treiben die Pflanzen meist zuverlässig am alten Holz wieder aus. Je nach Stärke des vorangegangen Winters kann dies früher oder später sein.

Wohl dem extrem milden Winter geschuldet, trieben die Hortensien dieses Jahr bereits sehr früh und üppig aus und frohlocken nun in etlichen Farbkombinationen, in einer Hülle und Fülle, wie ich sie an diesen Pflanzen bislang nicht erlebte.

Die Färbung der Bauernhortensie ist für gewöhnlich übrigens nicht ausschließlich sortenabhängig, sondern hängt in erster Linie mit dem PH-Wert des Bodens zusammen. So können etliche Nuancen diverser Rot- und Pinktöne entstehen. Sind im Boden genügend Aluminiumionen vorhanden, können die Pflanzen sogar blau blühen. Lediglich weiße Hortensien bleiben weiß.

Bilder können diese Pracht gar nicht gebührend einfangen. Zu dem kommt hinzu, dass ich die Bilder bereits im Dämmerlicht machte und sie dadurch arg verrauscht sind. Für einen ersten Eindruck reichts aber dennoch, hoffe ich.

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