Stachelige Blütenwunder: Gymnocalycium

Als ich mir letztes Jahr auf der Kakteenbörse im essener Grugapark den ersten Gymnocalycium kaufte, dachte ich nicht daran, dass mir diese Art einmal so viel Freude bereiten würde. Mittlerweile ist die Gattung Gymnocalycium die zahlreichste Gattung in meiner Sammlung und zählt zu der blühfreudigsten Fraktion.

Die Freude war groß, als der Postbote mir heute ein kleines Päckchen überreichte. Der Inhalt: drei mal Gymnocalycium baldianum. Eine eher unscheinbare Art mit prächtigen, dunkelroten Blüten.

Beim Eintopfen wurde mir bewusst, wie hoch mein Verbrauch an Kakteensubstrat in den letzten Wochen geworden ist. Der neulich bestellte 25L Sack neigt sich langsam aber stetig dem Ende zu und so machte ich aus der Not eine Tugend und streckte das Substrat mit diversen Zuschlägen. Reines Vulkatec Substrat besteht augenscheinlich lediglich aus Lavagranulat, Bims und Zeolith. Eine Mischung in der sich viele Wüstengewächse zwar wohl fühlen. Doch findet man auf Kakteenbörsen und in Foren häufig Mischungen, die weit mehr Bestandteile bieten und lediglich auf Lavagranulat und Bims aufbauen. Gesagt getan: die Grundlage meiner Mischung bildet Vulkatec mit knapp 75%. Dazu gab ich nach Augenmaß ein wenig hochwertige Anzuchterde mit hohem Perliteanteil, saubereren Mutterboden aus dem Garten, ein wenig Lehm und Quarzsand. Zuschläge, die häufig empfohlen werden. In einem Beutel mischte ich das Substrat gut durch. Die Optik und Haptik ist durchaus passabel und erinnert sehr an hochwertige Eigenmischungen, die oft bei Kakteenzüchtern benutzt werden.

Da der Farbton dieser Mischung eher als schmutziges Braun zu bezeichnen ist, gab ich als Deckschicht jeweils einen Zentimeter rein mineralisches Substrat drauf – der Optik wegen. Die Pflanzen stehen in dieser Mischung deutlich stabiler und die Töpfe lassen sich besser greifen, ohne dass sich das Substrat verselbstständigt. Eine ähnliche Mischung verwendete ich neulich bereits bei meinen großen Mammillarien, Notokakteen und Echinopsen. Die Pflanzen sind prima angegangen und gedeihen mittlerweile gut. Wenn sich dieses Substrat nun auch bei den Gymnos bewährt, könnte ich mir überlegen, komplett auf diese Mischung umzustellen.

Zwar noch nicht umgetopft, aber ebenfalls neu ist ein weiterer Gymnocalycium, der meine Sammlung seit einigen Tagen bereichert. Die Pflanze war ein 1Euro-Glücksschnäppchen auf Ebay und scheint durchaus schon einige Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte auf dem Buckel zu haben. Leider konnte mir der Verkäufer nicht mitteilen, um welche Art es sich handelt. Fakt ist nur, dass er die Pflanze vor 10 Jahren aus einer alten Sammlung übernahm. Da noch keine Knospen vorhanden sind, werde ich wohl noch ein Weilchen auf die Bestimmung der Art warten müssen – es sei denn in all den Kakteenforen und Gruppen, in denen ich fragte, findet sich ein Gymnokenner, der mir da auf die Sprünge helfen kann.

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2 Antworten zu “Stachelige Blütenwunder: Gymnocalycium

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