Bauerngarten: eine Idee nimmt Formen an

Das Thema Bauergarten erwächst von einer Idee langsam aber sicher zu einem konkreten Projekt, das die ersten Formen annimmt. Zur Verfügung steht der Bereich links vom Gartenhaus. Mit einer recht verwinkelten Grundfläche und geringen Größe, ist es hierbei wichtig, es mit der Gestaltung nicht zu gut zu meinen und notfalls Kompromisse einzugehen. Ich habe zwar viele Ideen, doch sollte ich mich auf das Wichtigste beschränken.

Als roter Faden soll ein kleiner, gepflasterter Weg am Gartenhaus entlangführen. Ein Staketenzaun dient als optische Abgrenzung zur eher tristen Mauer. Zaun und Weg bilden somit das Rückgrat des kleinen Bauerngartens und geben die später nutzbare Fläche und Form vor.

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Mit großem Eifer wurde am vergangenen Wochenende der Zaun besorgt. Zwei Elemente zu je 180cm Länge sind für dieses Projekt mehr als ausreichend. Nach dem die Holzschutzfarbe trocken war, machte ich mich gleich ans Setzen des Zaunes – zumindest war dies meine Planung. Die Elemente wurden entsprechend zurechtgesägt und provisorisch aufgestellt. Mehr nach Augenmaß, als auf die Richtschnur achtend, korrigierte ich die Zaunelemente mit Latte und Wasserwaage und schlug schlussendlich die Pfosten ein. Alles saß perfekt, ich war zufrieden – bis mir der extrem schmale Durchgang auffiel, durch den später der Weg führen soll. Dummerweise hatte ich mich beim Zurechtsägen des größeren Zaunstückes um eine Lattenbreite vertan, was im Eifer des Gefechts natürlich erst auffiel, als soweit alles – rein theoretisch – fertig war.

Die Suche nach schnellen Lösungen entpuppte sich als Brainstorming, welches doch länger dauerte, als gedacht. Absägen wäre der wohl schnellste Weg gewesen, allerdings hätte dann der Abstand von Pfosten zum Rand des Zaunes nicht mehr gestimmt. Nach langem Justieren und Ausloten der Zaunelemente wollte ich natürlich vermeiden, die Pfosten wieder zu versetzen. Allerdings ging daran kein Weg vorbei. Zudem mussten auch noch einige Steinarbeiten hinterm Gartenhaus erledigt werden, die mit gesetztem Zaun nicht in dem Umfang möglich gewesen wären.

Diese Überlegungen zugrundelegend, entfernte ich den Zaun samt Pfosten und widmete mich den Kantensteinen. Da der Bereich hinterm Gartenhaus ebenfalls gepflastert werden soll, entschied ich mich, die durchgehende Kante an der Seite der Hütte zu Kürzen und eine weitere Kante daran anschließend hinterm Gartenhaus zu verlegen. Mit Flex, Meißel und Fäustel waren die groben Arbeiten schnell erledigt. Hintergedanke dieser Konstruktion war in erster Linie auch das Fundament des Gartenhauses, welches durch die Kantensteine und den verbauten Beton zusätzlich stabilisiert werden soll. Damit das Fundament nicht abrutscht, verlege ich die einzelnen Kantensteine mit einigen Tagen Abstand, so dass der Beton aushärten kann und das Fundament nicht auf der gesamten Länge ausgeschachtet werden muss.

Nachdem die Steinarbeiten erledigt waren, spannte ich die Schnur erneut und richtete die Zaunelemente provisorisch aus. Fixiert habe ich diese allerdings noch nicht, da ich das linke Element noch kürzen und eventuell in Sachen Zaunpfosten umplanen muss. Die hier verwendeten Pfosten ließen sich zu leicht aus dem feuchten Boden ziehen und gaben nach. Bodenhülsen und Kanthölzer möchte ich aufgrund der Größe nicht verwenden. Möglicherweise reichen auch längere Pfosten zum einschlagen. Allerdings geht es hier eh nur um einen optischen Akzent. Der Zaun muss weder besonders stabil sein, noch seinen Sinn als Zaun erfüllen. Die verwendeten 150cm langen Pfosten halten den Zaun auf jeden Fall. Lediglich der etwas lose Sitz im feuchten Boden störte mich.

Im letzten Bild sieht man den aktuellen Zustand. Da der vordere Bereich zur Wiese hin noch nicht komplett durchdacht ist, kam mir die Idee, auch hier eventuell die Reste des Zaunes als optische Abgrenzung zu verwenden. Inwiefern, bzw. ob, ich dies realisieren werde, weiß ich noch nicht. Das Provisorium lässt mir jedoch viel Spielraum für weitere Planungen und Ideen. Eine weitere spontane Idee wäre, den Weg nicht parallel zum Haus verlaufen zu lassen, sondern ihn mit einem Schwung ein wenig aufzulockern. Doch auf dieser kurzen Länge dürfte sich eine solche Biegung nur recht holprig und mit entsprechend breiten Fugen verwirklichen lassen – zumindest bei Altstadtpflaster mit einer Kantenlänge von 20cm. Alternativ ließe sich Granitkopfsteinpflaster verwenden, welches sich bereits reichlich im Garten findet und guten Anschluss finden würde. Wobei ich im hinteren Bereich am Gartenhaus wirklich eher in Richtung Altstadtpflaster tendiere.

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ps. ein Hoch auf die zeitgesteuerte, automatische Veröffentlichung. Gestern Abend geschrieben, heute automatisch gepostet. So gefällts mir.

Nachtrag (26.03.2014):

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Der Zaun ist nun befestigt und steht. Als nächstes wird der Weg in Angriff genommen. Weitere Brainstormingergebnisse sind:

Lupinen, Löwenmäulchen, Rittersporn, Fingerhut, Stockrose, Brennholzstapel, Insektenhotel, Seerosenteich, Wagenrad, Zinneimer, Zaundekotier

 

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2 Antworten zu “Bauerngarten: eine Idee nimmt Formen an

    • freut mich, dass es gefällt. Ich bin gespannt, wohin mich meine Ideen noch führen werden.. Bislang gibt es nur einen roten Faden, aber keine Konkreten Planungen. Die Ideen kommen, werden umgesetzt oder verworfen. Vieles ist absurd, einiges durchaus umsetzbar. Doch was nun schlussendlich das Gesamtbild prägen wird, kann ich noch gar nicht sagen..

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