Überwinterung von Outdoor-Bonsai

bonsaibox

Die frostempfindlichen Exoten stehen bereits seit Wochen im Haus, doch sind es nun die sonst eher robusten Probanden, um die es sich zu kümmern gilt.

Wenn die Temperaturen in den Minusbereich wandern, kann sich derjenige glücklich schätzen, der das gefallene Laub noch nicht komplett abgeharkt hat. Denn Laub lässt sich praktisch und effektiv als Dämmmaterial einsetzen.

Heimische Gehölze sind zwar an die hiesigen Wintermonate angepasst und trotzen Frosteinbrüchen problemlos, doch handelt es sich hierbei um Bonsai, besteht die Gefahr, dass die Schalen recht schnell durchfrieren und das fragile Wurzelwerk Schaden nimmt. Insbesondere junge Pflanzen reagieren teilweise recht sensibel gegenüber Kälteeinbrüche. Aus diesem Grunde profitieren auch die sonst eher robusten Pflanzen von einem Frostschutz.

Ein mit Laub befüllter Kunststoffkorb erweist schon recht gute Dienste. Die Pflanzen werden auf das Laub gestellt und die Zwischenräume mit einer weiteren Schicht aus trockenem Laub aufgefüllt. Auf diesem Wege überwintern meine Birken, Platanen und Hainbuchen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Gartenhaus. Das Gartenhaus hat zwar Fenster, doch steht die Kiste in der Mitte des Raumes, da sich hier Temperaturschwankungen als letztes bemerkbar machen. Licht ist während dieser Zeit eher zweitrangig. Wo kein Laub ist, kann auch keine Photosynthese betrieben werden. Wichtig ist jedoch, das Gießen nicht zu vergessen und die Wurzelballen regelmäßig zu kontrollieren. Die Gefahr der Austrocknung wird insbesondere im Winter gern vernachlässigt, doch ist dies eine weit verbreitete Todesursache von winterharten Kübelpflanzen. Um dem vorzubeugen wird während der frostfreien Tage leicht gegossen. Ein guter Zeitpunkt, um das Laub zu lüften und auf Schimmelbildung und sonstige Schädlinge zu kontrollieren.

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2 Antworten zu “Überwinterung von Outdoor-Bonsai

  1. Meine kleineren Outdoor Bonsai (Topfdurchmesser bis 25/30 cm) werden im Spätherbst in einem dafür angelegten Gartenbeet samt Topf eingegraben. Der Topfrand ist immer auf derselben Ebenen wie die Erde. Das heisst für jeden Topf wird der Aushub an die Topfhöhe angepasst. Die Töpfe können sehr eng stehen. Dabei muss zwingend beachtet werden, dass die Zwischenräume gründlich mit Erde gefüllt sind um Kältelöcher zu vermeiden. Nach dem eingraben werden die Bonsai gründlich gewässert. Giessen muss man danach nur noch, wenn es einen sehr trockenen Herbst und Winter gibt. Der Platz des Beetes sollte nicht dem Nordwind ausgesetzt sein. Auch sollte das Beet nicht direkt an einer Wand sein, da die Wintersonne ebenfalls Schaden anrichten kann. Regen und auch Schnee sind jedoch sehr willkommen. Mit dieser Überwinterungstechnik habe ich in 30 Jahren noch keine Bonsai verloren. Mit andern Überwinterungstechniken allerdings schon einige!
    Meine wenigen Indoor Bonsai haben das Winterquartier im Lichtschacht bei konstanten 6-9 °.

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