Axt kaputt, Stiel getauscht.

Gerade bei Werkzeugen wie Hämmern, Hacken und Äxten ist es wichtig, regelmäßig den Zustand des Stieles und der Verbindung zum Kopf zu prüfen. Ein lockerer Kopf kann schnell zu einer unerwünschten Verselbstständigung von Teilen des Werkzeuges führen, ein morscher Stiel zu fiesen Absplitterungen. Im Idealfalle zerstört sich das marode Werkzeug selbst und hält lediglich den Zeitplan bis zur Beschaffung eines Ersatzes auf.

So geschehen vorgestern bei meinem alten Beil, welches grad als ideale Lösung zur Bambusrhizomteilung herhalten musste, als es sich in einer Millisekunde zur anderen mit einem Knacken und einer Staubwolke verabschiedete. Der Stiel brach ohne Vorankündigung, beim Herausziehen des Beils aus dem Wurzelwerk, vom Kopf ab. Das Teil war sowas von morsch, wie ich hinterher feststellte, dass ich von Glück reden kann, dass sich der Kopf nicht beim Schwungholen löste. So wie es nun lief war es zwar nicht schlimm, aber ärgerlich, denn der Baumarkt hatte bereits geschlossen. Die Ersatzteilbeschaffung musste auf den nächsten Tag verlegt werden, Zwangspause war angesagt.

Am nächsten Tag im Baumarkt dann die Frage der Fragen. Fast 20Eur für ein kleines Beil, um damit stumpfsinnig im Boden herumzuschlagen? Nein, definitiv nicht. Angesichts der immens schnellen Abnutzung bei dieser Tätigkeit schien der Neukauf eh keine Option. Ans Einstielen hab ich mich bislang nicht herangetraut, der Respekt vor den Fliehkräften in Verbindung mit selbst eingestieltem Werkzeug war zu hoch.

Doch mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Als Stiel nutzte ich einen Schlosserhammerstiel, welcher dem alten Stiel sehr ähnelt. Klassische Beilstiele hätten nicht in den Kopf gepasst. Die einzige Problematik die sich mir stellte, war die Anpassung des Stiels an das Loch im Beilkopf. Aber ein Dremel mit Schleifaufsatz ist der ideale Weg um den Stiel auf die ensprechenden Maße zu bringen. Gerade hartes Holz lässt sich damit gut in Form bringen. Anschließend den Beilkopf draufsetzen und mit dem Fäustel anschlagen, bis der Stiel komplett im Kopf sitzt. Zum Schluss den Keil ins obere Stielende einschlagen und da ist das gute Stück wieder einsatzfähig. Die Bilder sprechen wohl für sich. Wichtig ist nur, dass der Kopf fest sitz. Daher auch der Keil, welcher den Stiel im Kopf spaltet und die beiden Komponenten so enger aneinanderpresst.

auf dass mir die alte Möhre auch in Zukunft gute Dienste erweist!

Axt und Beil sind Begriffe, die häufig scheinbar zufällig für sehr ähnliche Werkzeuge verwendet werden. Doch wo endet das Beil und wo fängt die Axt an? Als Faustregel kann man sagen: Eine Axt hat einen langen Stiel, einen dementsprechend dimensionierten Kopf (meist über 1000gr) und wird zweihändig geführt. Ein Beil hingegen hat einen kurzen Stiel, einen leichteren Kopf und wird einhändig geführt. Aber im Grunde ist doch beides irgendwie doch das selbe..

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