Projekt: Bambusrhizombeseitigung und Instandsetzung des Wasserspiels (Tag 1)

Über die Jahre wucherten Schilf und Bambus im entsprechenden Beet zu einer grünen Hölle heran. Ein vor ca. vier Jahren angelegtes Wasserspiel vervollständigte das Ensemble. Doch leider wurde bei der Bambuspflanzung unwissend der Fehler gemacht, den Bambus direkt – ohne Rhizomsperre – ins Beet zu setzen. Seit einiger Zeit gehört es demnach zur Routine, regelmäßig mindestens armlange und fingerdicke Bambuswurzeln aus dem umliegenden Rasen und Beet zu fischen. Dass der Rasen dadurch zu einer Mondlandschaft wurde, brauche ich sicher nicht extra erwähnen. Selbiges auch im Bereich des Brunnens. Über die Jahre hinweg wurde hier und da gebuddelt, der Split vermischte sich mit Erde und Bambusblättern. Das Beet verwilderte regelrecht und der Brunnen vegetierte vor sich hin. Diverse technische Defekte an der Elektronik des Brunnens fielen nun auch nicht mehr ins Gewicht, da er eh bereits seit geraumer Zeit außer Betrieb war.

Dieses Trauerspiel konnte ich nicht länger ertragen. Eigentlich wollte ich heute nur die Bambusblätter und einige Rhizome aus dem Split fischen und oberflächlich für Ordnung sorgen, als mich die Lust zur Gartenarbeit spontan packte. Doch während ich vor dem Brunnen kniete, entschied ich mich, dieses längst überfällige und ständig aufgeschobene Laster nun endlich komplett in Angriff zu nehmen. Wieviel Zeit ich dafür benötige, weiß ich allerdings noch nicht. Als grober „Fahrplan“ gilt nun erstmal:

  1. Ausbau des Wasserspiels
  2. Entfernung der Bambusrhizome im Beet, im Bereich des Wasserspiels
  3. Entfernung der Bambusrhizome und ausdünnen des Bambus im Bereich der Kantensteine
  4. Entfernung der Bambusrhizome zur Rasenseite, evtl. Austausch des Bodens
  5. Errichten einer Rhizomsperre
  6. Reinigung und Instandsetzung des Wasserspiels
  7. Neuanlegen des Wasserspiels

Wobei ich Punkt 7 schon fast irgendwo in den nächsten Frühling setze..

Mit Punkt 1. gings heut los: der Brunnen. Also suchte ich mir einige Kübel zusammen und kratzte den Split ab, um ihn nach – hoffentlich erfolgreicher – Reinigung (dazu später mehr) zum Ende der Instandsetzungsarbeiten wieder aufbringen zu können. Eine halbe Stunde später war der Split weitestgehend abgetragen und in Mörtelfässern zwischengelagert. Da der Brunnen in letzter Zeit unter chronischem Wassermangel litt, gingen insgeheim schon Gerüchte um, dass die Bambushrizome ihn schon regelrecht anbohrten. Dass Wurzeln in Perimeterdämmung eindringen mag ja noch plausibel klingen.. aber in ein GFK-Fass? Meine Vermutung zur Ursache des Wassermangels war zwar auch ein Leck, doch tippte ich eher auf Frostschäden. Nach Abpumpen der stinkenden Brühe, welche den Brunnen nährte und einem beherzten Griff unter die Ränder des Beckens ereilte mich allerdings die Gewissheit, dass der Brunnen intakter war, als ich es mir erträumte. Weder Frostschäden, noch sonstige Schäden waren zu erkennen. Alles war wie es sein sollte.

Beim Anblick der Rhizome verflog die Freude ob des intakten Springbrunnens allerdings schnell. Der Spaten versagte in diesem Boden völlig. Die einzige Methode hier halbwegs zu Roden, war die Axt. Ziemlich stumpfsinnig schlug ich im Halbdunkel unzählige Male ins Nichts und spürte mit jedem Schlag den Widerstand des festen Wurzelwerks. Eine relativ erfolgreiche Methode – wäre mir nicht zu später Stunde der Stiel dieser leicht maroden, schätzungsweise aus dem 19. Jhd. stammenden, Axt zerbrochen. In den nächsten Tagen werde ich so weitermachen, wie ich heute anfing: den Bambus lichten, Wurzeln ausgraben und mir Gedanken zur Anbringung der Rhizomsperre machen. Und das ganze möglichst so, dass der Brunnen nach den Arbeiten exakt an der selben Stelle sitzt, wie vorher. Natürlich mit intakter, zeitgemäßer Axt zum Hacken.

Damit kommt ein ziemliches Stück Arbeit auf mich zu, zumal die Buddelei auf der Rasenseite weitergeht und die Rhizome teils schon 2-3m in den Rasen hineinragen. Was im schlimmsten Falle bedeutet, dass ein (für hiesige Verhältnisse) großer Batzen an Boden getauscht werden muss.. Werde mich diesbezüglich allerdings nicht hetzen. Hauptsache, im Frühling wächst dort wieder Gras. Nur schade um den – mittlerweile – völlig zerhackten Rollrasen.

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2 Antworten zu “Projekt: Bambusrhizombeseitigung und Instandsetzung des Wasserspiels (Tag 1)

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