Tomaten 2013 – Gedanken und erste Früchte

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Eigentlich verwunderlich, da habe ich 10 prächtige Tomatenpflanzen im Garten stehen und widmete ihnen noch keinen einzigen Artikel auf dieser Seite. Die Sämlinge überließ mir meine Freundin Anfang Juni zur weiteren Kultivierung. Damals keimten und wuchsen sie bereits mehrere Wochen in ihrer Obhut. Angesichts meiner eher durchwachsenen Erfahrungen mit Tomaten, betrachtete ich diese Pflanzen Anfangs noch recht skeptisch. So hatte ich mir dieses Jahr eh vorgenommen, keine Tomaten anzupflanzen. Wer hätte auch ahnen können, dass sich aus den Sämlingen solch prächtige Pflanzen entwickeln würden?

Die Pflanzen landeten vorerst in 80cm Blumenkästen, in denen sie die nächsten Wochen über anwachsen und gedeihen sollten. Im Laufe der Zeit begannen sie zu wuchern und so wuchs die Euphorie, diesen Pflanzen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ende Juni begannen die Pflanzen schließlich zu blühen und sie erhielten Bambusstützen. Angesichts des Wachstums hatte ich mir vorgenommen, die ein oder andere besonders kräftige Pflanze in separate Kübel zu setzen. So ein Blumenkasten mag zwar für kleinwüchsige Kirschtomatenpflanzen ausreichend sein, doch für zehn solch wuchernder Strauchtomaten wird der Platz früher oder Später doch ein wenig zu knapp.

Mittlerweile tragen die ersten Pflanzen Früchte. Durch regelmäßiges Ausdünnen sind sie kräftig und ausladend geworden. An nahezu jeder Triebspitze sitzen Rispen mit Blüten oder kleinen Früchten. Soweit alles wunderbar, doch ein Bauchgefühl sagt mir, dass ich das Separieren der – zumindest – kräftigsten Pflanzen dringend nachholen sollte. Allerdings ist fraglich, ob die Früchte noch reifen. Für Mitte Juli sind die Pflanzen arg im Rückstand und benötigen noch mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate bis zur Reife. Spielt das Wetter mit, besteht zumindest ein Hauch einer Chance. Ansonsten sind die Pflanzen vorprogrammierter Bioabfall.

Über die Sorte weiß ich leider nichts. Die Pflanzen entstammen nicht näher deklariertem Saatgut von LIDL.

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5 Antworten zu “Tomaten 2013 – Gedanken und erste Früchte

  1. Schoene Tomaten! Bei mir war es andersrum… nach jahrelangem Chilieanbau, bin ich dieses Jahr ungezwungen auf Tomaten umgestiegen, auch wenn wir im Garten immer große Probleme mit den ueblichen Krankheiten haben.

    Sie haben natuerlich einiges an Blattlaeusen, ein Exemplar (ein Baumarktpflaenzchen) scheint auch an einer Stoffwechselstoerung zu leiden – hoffe ich zumindest, dass es nur das ist -, aber mittlerweile zeigen sich viele gruene Tomaten UND die erste rote (an einer gekauften, aber gut…)
    Ich hoffe auch, dass es noch einige Zeit schoen bleibt – allerdings koennte es ruhig mal regnen ;)

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  2. die sehen toll aus, aber wäre ja schade, wenn sie nicht mehr reifen würden
    Was meinst du denn genau mit “ausdünnen”? Was schneidest du da genau weg?
    Ich werde bei meinen Tomaten nichts mehr verändern, die gefallen mir wie sie sind und haben ja bei mir in der Wohnung am Fenster genügend Zeit zu reifen…aber ich dachte für die Zukunft wäre es ganz sinnvoll, zu wissen, was man besser machen könnte :-)

    Liebe Grüße aus´m Norden!

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    • Mit ausdünnen meinte ich ausdünnen! ;) Sprich: der Haupttrieb wurde eingekürzt als sich die ersten Knospen zeigten. Dazu entfernte ich einige Blätter, damit mehr Licht ins Pflanzeninnere gelangte und die Pflanzen stärkere Seitentriebe entwickelten. Bisweilen kürzte ich auch diese Seitentriebe ein, um dichtere Verzweigung zu erzielen. Natürlich würde man dies deutlicher erkennen, wenn die Pflanzen separat stünden. Grundsätzlich gilt: je mehr man schneidet, desto dichter verzweigen sich Pflanzen – aber je weniger blühen sie. Deshalb sollte man nicht all zu viele Blütentriebe wegschneiden. Da muss man einen gewissen Mittelweg finden. Dies ist ein Grundsatz, den ich vom Chilianbau auf Tomaten übertrug, aber es funktioniert meist – solang es noch nicht all zu spät ist. Jetzt wäre es z.B. definitiv zu spät zum schneiden.

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      • Alles klar, dann hatte ich es ja richtig verstanden :-) Bin noch nicht so konfirm mit diesem „Gärtnervokabular“. Bei meiner Pretty in Purple – Chilipflanze habe ich das auch gemacht und habe jetzt gefühlte 100 Knospen :-)
        vielen Dank für deine schnelle Antwort!!

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        • Jawohl, das ist ein echtes Wundermittel um Wuchs und Ertrag zu beeinflussen. Insbesondere bei Chilis. Ich zupfte meinen diesjährigen Sämlingen nach mehreren Wochen, als sie knapp 10cm hoch waren und kurz vor der Verzweigung standen, alle Blätter und die Triebspitze ab. Die Pflanzen wurden um einiges dichter und kompakter. Allerdings brauchten sie ein wenig, um den Eingriff zu kompensieren und hinken ihren Artgenossen momentan in Sachen größe noch ein wenig hinterher. Allerdings tragen sie deutlich mehr Knospen, als die unbeschnittenen Pflanzen.

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