Samenernte an Canna indica

Cannas (Canna indica, indisches Blumenrohr), sind beliebte Zierpflanzen für Beete in Gärten und öffentlichen Anlagen. Oftmals werden sie auch als Solitärpflanze im Kübel gehalten und sind mittlerweile ein Dauerbrenner für das kurzzeitige exotische Flair im heimischen Garten.

Doch die Saison der hierzulande einjährig kultivierten Gewächse neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu.

Ob in der Produktion oder im heimischen Garten: der Zenith der Canna ist spätestens im ausgehenden August überschritten. Mit fallenden Blüten ist ihre Zeit meist gezählt. Wärend die letzten Exemplare im Produktionsgartenbau oftmals schon als Ausschuss auf dem Kompost landeten, sollte man daheim nicht all zu voreilig sein. Auch wenn der Handel dem Kunden gern vorgaukelt, dass es sich hierbei um eine einjährige Kultur handelte, tut man gut daran, diesem Wegwerfzwang nicht zu folgen.

Blüten und Früchte an Canna indica

Ein typisches Merkmal der Ingwerartigen, zu denen neben Cannas u.a. auch Bananen- und Strelitziengewächse zählen, ist ihr ausdauerndes Wachstum. Das vegetative Fortleben wird hierbei durch Rhizome gesichert. Doch auch auf vegetativem Wege ist die Canna interessant und bildet recht zuverlässig Früchte.

Im Betrieb ist es Gang und Gebe, dass die Pflanzen vor dem Verkauf ausgeputzt werden. Neben welken Blüten wird auch jeglicher Fruchtansatz rigoros entfernt. Da dieses Verhalten jedoch auch sehr häufig beim Kunden fast schon rituelle Züge annimmt, ist der Fruchtansatz vielen einfach unbekannt.

Doch wo Früchte sind, sind auch Samen!

Während die Frucht Anfangs erst einem grünen Igel ähnelt, schrumpft die reife Frucht sichtbar ein. Oftmals geben sie die Samen bereits bei Berührungen frei. Spätestens jetzt sollte man die Frucht vorsichtig von der Pflanze lösen. Vorsicht ist deshalb geboten, da ein zu fester Ruck gern den gesamten Blütentrieb aus der Pflanze rupft – oftmals noch mit Knospen oder vielen unreifen Früchten.

Reife Frucht von Canna indica mit Samen

Wenn man zudem verschiedene Sorten besitzt, können diese Samen letztendlich interessante Überraschungen bergen, da Kreuzungen quasi vorprogrammiert sind.

Viel Spaß bei der Ernte!

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